Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 272)
- Language
- German, English, Hebrew
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Janner, Bogratschow 269 Allgemeinen Zionisten, der Allgemeinen Zionisten aus der Zeit Herzls und der ersten Kongresse. Ich weiß nicht, ob neuer Zionismus immer besserer Zionismus ist, darüber will ich hier nicht debattieren. Ich glaube, daß bei dem heutigen Zustand zwei Organisationen des Allgemeinen Zionismus besser sind als ein unorganisierter Allgemeiner Zionismus. Von den Rednern des allgemeinen Zionismus hörte ich den Ruf: breite Koalition. Da frage ich mich: Koalition, schön, aber unter welchen Bedingungen? Wir haben auch heute eine Koalition. Die jetzige Exekutive besteht zumeist aus Allgemeinen Zionisten. Das Verhältnis ist 6 gegen 4. Sokolow ist mindestens überparteilich, gehört jedenfalls nicht zur Histadruth, ebenso Brodetsky, Grünbaum, Lipsky und Ruppin. Wenn wir dennoch von allen Seiten hören, daß die Exekutive „unsere" ist, so stimmt es — die Exekutive ist nicht die Exekutive der Zionistischen Organisation, sondern der Histadruth Haowdim (Zwischenruf BERL KAZNELSON: Das ist dasselbe). Das ist in Wahrheit das Problem. Ich bin kein Anhänger von Großmann (Zwischenruf BERL KAZNELSON: Das beweist nichts). Ich will es nicht nur durch diese Rede beweisen; dreißig Jahre meiner Tätigkeit in Erez Israel sind vielleicht Beweis genug, daß ich kein Anhänger von Großmann bin. Ich frage, warum die Exekutive, die doch heute zumeist aus Allgemeinen Zionisten besteht, eher eine Exekutive von Berl Kaznelson ist als vfan Glücksohn, eher eine des ,,Dawar" als des „Haarez". Das ist gar nicht so schrecklich, ich stehe diesem Flügel weder mit Haß noch mit Neid gegenüber, und ebenso wie Chasan sai;ie, daß man Massen des jüdischen Volkes um die zionistische Fahne sammeln müsse, so glaube auch ich, daß ohne eine starke Organisation jüdischer Arbeiter Palästina nicht aufgebaut werden kann. Aber das ist nur der eine Flügel das Baues, der eine Flügel des Vogels. So kann der Vogel nicht fliegen. Auch Chasan meinte, daß wir alle Schichten des jüdischen Volkes um die zionistische Fahne sammeln müssen. Es ist eben eine Frage, ob diese Exekutive, die nur einem Flügel angehört, die jüdischen Massen um die zionistische Fahne wird sammeln können. (Zwischenruf: Die Kongreßwahlen beweisen es!) Ein Beispiel: Nehmen wir dir Organisationsfrage. Auch wir, die Allgemeinen Zionisten, stehen auf der Basis der Disziplin. Das bedeutet, daß wir nicht.zwei verschiedene Disziplinen haben können: eine gegenüber der Zionistischen Organisation und eine gegenüber Calais. Vor einem Jahre fand eine Konferenz der Allgemeinen Zionisten in Krakau statt. Professor Brodetsky nahm an ihr teil, er freute sich, daß die Einigung zustande gekommen war, und sagte, die Konferenz in Krakau bedeute den Anfang einer neuen Periode im Zionismus. Gerade auf dieser Konferenz beschlossen wir, von der Exekutive zu verlangen, daß sie um sich alle zionistischen Parteien, die Allgemeinen Zionisten und die Revisionisten sammle. Die Exekutive hat die Allgemeinen Zionisten und die Revisionisten nach London eingeladen. Mit den Allgemeinen Zionisten wurde keine Vereinbarung getroffen, mit den Revisionisten dagegen hat man ein Abkommen getroffen, und die Vertreter der Exekutive und der Revisionisten unterzeichneten es. Der Vertrag