Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 270)
- Language
- German, English, Hebrew
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Cbasan, Gluska. Mossinson, Janner 267 sicher, daß unser Werk vorwärts kommen wird. Dann werden wir eine starke Zionistische Organisation haben, dann werden wir von Erfolg zu Erfolg schreiten und das zionistische Werk verwirklichen. Noch etwas: Ich habe nicht die Absicht, die politischen Fragen zu berühren. Das wird einer meiner Freunde tun. Man hat jedoch noch eine zweite Frage nicht behandelt, die mir heute als eine der entscheidenden erscheint: den Kampf um unsere Kultur, um die Herrschaft der hebräischen Kultur und der hebräischen Sprache in Ifrez IsraeF. Gerade in letzter Zeit droht uns meines Erachtens die Gefahr, daß in Erez Israel ein Babel verschiedener Kulturen und Sprachen entsteht. Unsere Bemühungen müssen auf die Stärkung unserer kulturellen Kraft gerichtet sein, wir müssen die hebräische Sprache unter uns zur herrschenden Sprache machen, unsere einwandernde Generation noch vor ihrer Einwanderung in dieser Richtung vorbereiten, sonst droht unserem ganzen Werke schwere Gefahr (Lebhafter Beifall links). ZECHARJA GLUSKA (Weltverh. A/lg. Zion., Erez Israel - spricht hebräisch): Wir sind schon einige Tage hier und haben immer noch nicht den Rechenschaftsbericht der Exekutive in hebräischer Sprache Insomnien, kh verbinde vom Präsidenten de* Knn^rews, duß num uns diesen Bericht verschafft, damit wir wissen, was in den iet/.tcn beiden Jahren geschehen ist. VIZEPRÄS. DR. N. GOLDMANN: Um Mißverständnisse zu vermeiden, mache ich darauf aufmerksam, daß der Nominationsausschuß nicht identisch ist mit dem Permanenzauschuß. Die Fraktionen weiden dringend ersucht, ihre Vorschläge für den Permanenzausschuß nach dem bekanntgegebenen Schlüssel beim Präsidium einzureichen; ferner sind von jeder Fraktion zwei Mitglieder für den Nominationsausschuß zu präsentieren. BARNETT JANNER (Weltverein. AI lg. Zion., Eng/and spricht englisch): Die Juden müssen jede Gelegenheit wahrnehmen, um der W elt ihre große Sorge und ihre tiefe Entrüstung über die Methoden der Judenverfolgung, insbesondere in Deutschland, zur Kenntnis zu bringen, die von allen Kulturmenschen als brutal empfunden werden. Der Kongreß muß sich den Ernst der Lage unseres Volkes in den einzelnen Ländern vergegenwärtigen und alles unternehmen, um helfend einzugreifen. Ich bin beauftragt, dem Kongreß die Wünsche der zahlreichen Freunde der jüdischen nationalen Heimstätte im britischen Parlament zu übermitteln: sie sehen im Palästinawerk eine praktische Leistung, die auf Begeisterung und Idealismus beruht und die tiefe Achtung alier freiheitsliebenden Männer und Frauen verdient. Sie bewundern den Geist des im Aufbau begriffenen Erez Israel in Stadt und Land. Das Vertrauen, das unser Palästinawerk ernsten, praktischen Menschen in England und andern Ländern einflößt, ist durch die Bereitwilligkeit erwiesen, mit der sie sich an palästinensischen Unternehmungen beteiligen, sowie durch die Tatsache, daß eine englische Großbank uns eine große Anleihe bewilligte,