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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 264

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 264 (sequence 267)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9308-3485459
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264 9- Kongreß-Sitzung: Generaldebatte von sozialistischer Befreiung, vom Aufbau einer jüdisch-sozialistischen Gesellschaft in Palästina untrennbar verbunden ist mit dem Traum der Befreiung der jüdischen Massen. Die Zukunft der zionistischen Bewegung ist unauflöslich verbunden mit der Zukunft des jüdischen Arbeiterstandes, die Zukunft des zionistischen Werkes hängt davon ab, ob der Arbeiterstand den Weg zur Errichtung einer gemeinsamen Front mit den progressiven Kräften im Zionismus findet. Heute hängt die Zukunft des Zionismus davon ab, ob diese progressive Front um sich die Masse des jüdischen Volkes zu konzentrieren vermag und sie unter ihrer Fahne zur Verwirklichung des zionistischen Gedankens zu führen imstande ist. Heute aber droht der Einfluß reaktionärer Träume in weiten Teilen des Zionismus, der Verzicht auf jeden fortschrittlichen Geist in unserem Werke, der erfolgreiche Kamp«f gegen die Arbeiterklasse, die Einengung der Gewissensfreiheit und die Einschränkung des Kampfes der Arbeiter, das zionistische Werk zu zerstören. Die progressive Front, die die Kraft haben soll, den größten Teil Erez Israels zusammenzuschließen, muß auf folgenden gemeinsamen klaren Grundlagen aufgebaut sein: 1. Primat der Chaluzeimvanderung. Die Zeit des chaluzischen Werkes ist noch nicht vorüber, noch h'aben wir nicht einmal den Bau der Grundlagen vollendet. Gerade in der letzten Zeit ist es viel klarer geworden, wie entscheidend groß die Bedeutung der Chaluzbewegung ist. Gerade in dieser Zeit ist die chaluzische Arbeit zu einer Notwendigkeit geworden, ohne die das zionistische Werk nicht bestehen und sich nicht entwickeln kann. Das jüdische Dorf, der Kampf um jüdische Arbeit, die Vergrößerung der ländlichen Siedlung und das Eindringen des jüdischen Arbeiters in das Dorf und in den Aufbau einer Landwirtschaft — all das wird nur Bestand haben, wenn auch in Zukunft das Chaluzelement voranschreitet. 2. Dauernde, maximale Herrschaft eines nationalen Planes beim Wirtschaftsaufbau im Lajide. Die Zeit des nationalen Kapitals ist noch nicht vorüber. Gerade in einer Periode der Masseneinwanderung wird immer deutlicher, wie groß und entscheidend die Bedeutung des nationalen Kapitals, der Wert einer planmäßig geleiteten Tätigkeit beim Aufbau Palästinas ist. Gegenüber der anarchischen Entwicklung haben wir die Kraft der nationalen wirtschaftlichen Institutionen zu stärken, damit wir unsere Richtung, damit wir Ordnung und Plan beim Aufbau Erez Israels durchsetzen können. Tun wir dies nicht, dann droht uns die Gefahr einer furchtbaren Niederlage, von der wir uns nie wieder erholen können. Zur Erfüllung all der Aufgaben, die sich daraus ergeben, brauchen wir eine Gemeinschaft, die bereit ist, diese Aufgaben zu übernehmen, eine Ausdehnung der Hachscharah. Es ist sonderbar — gerade heute, da wir uns im Lande in einem verzweifelten Kampf um das Eindringen des jüdischen Arbeiters in die Kolonien befinden, da wir wissen, daß der Arbeiter der Einzige ist, der dies© chaluzischen Positionen hütet, und daß es keinen anderen Retter für diese wichtigste Grundlage unseres Werkes gibt, gerade heute sagt man ♦uns: Gebt die Hachscharah auf, gebt in der Praxis die chaluzische

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