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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 261

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 261 (sequence 264)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9305-3485456
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Suprasky, Bassan, Herlitz 261 sehe Solidarität trat offen zutage, als unsere Brüder in Deutschland öffentlich boykottiert wurden. Durch unsere ägyptischen Führer wurde eine großzügige Kampagne geführt, die uns die Sympathien der nichtjüdischen Bevölkerung einbrachte und dem englischen Vertreter bei dem Prozeß Jabes gegen den Deutschen Club in Kairo Gelegenheit gab, zu erklären, unser Prozeß sei ein Prozeß vor dem Angesicht der gesamten Weltmeinung, welche die Legitimität unserer Rechte anerkennt und die schändliche Anklage zurückweist, die von den Rassenpolitikern gegen unser Volk erhoben wird. Durch die Propaganda der Nazi wurde auch der Friede in Irak gestört, wo wir unter dem türkischen Regime die größte Freiheit genossen. Dieselbe Propaganda hat Trauer in die Reihen unserer Brüder in Algier gebracht, und der ganzen Welt sind noch die Pogrome von Constantine in Erinnerung. Ohne sichtlichen Grund wurde auch die jüdische Gemeinschaft von Adrianopel in der europäischen Türkei vernichtet. In Griechenland hat die reiche Kolonie von Saloniki unter den Feindseligkeiten der Venizelisten und der asiatischen Griechen gelitten. In Persien, im Jemen und überall, wo man Juden als Sephardim kennt, sind sie in einer außerordentlich schwierigen Situation. Die Jewish Agency hat Sephardim und Aschkenasim oft unterschiedlich behandelt. Die sephardischen Kolonien blieben lange Jahre ohne notwendige Unterstützung von Seiten des Keren Hajessod. Die Sephardim haben nicht die Absicht, eine Partei oder eine Opposition zu bilden. Sie haben Vertrauen zur Jewish Agency und legen ihr Schicksal in ihre Hämde. Es wird aber nötig sein, den Sephardim eine größere Zahl von Zertifikaten zu gewähren und der sephardischen Jugend Hachscharah-Möglichkeiten zu geben. Ebenso fordern wir eine Vertretung in den Körperschaften der Jewish Agency und ihrer Institutionen. Das hindert die Sephardim nicht, die Exekutive für das in der vergangenen Periode Geleistete zu beglückwünschen (Beifall). PRÄS.-SEKR. DR. HERLITZ: Seitens der einzelnen Kongreßparteien sind bisher die folgenden Mitglieder für den Permanenzausschuß nominiert worden: Vertreter der Arbeiterfraktion: Israel Idelson, Abraham Bialopolski, Dr. A. Silberschein, J. Chasan, Dr. A. Tartakower, Ada Fishmann. D. Remez. Stellvertreter: D. Wertheim, B. Zuckermann, S. Rubasehow, Berl Kaznelson. Vertreter der Weltvereinigung der Allgemeinen Zionisten: Rev. J. K. GoLdbloom, Frau Edward Jacobs, Mosche Kleinbaum, Morris Rothenberg. Stellvertreter: Dr. Martin Rosenblüth, Dr. M. Krämer. Vertreter der Judenstaatspartei: Dr. H. Rosenblum. Die übrigen Parteien werden gebeten, ihre Vertreter im Permanenzausschuß umgehend dem Kongreß-Präsidium mitzuteilen. Schluß der Sitzung: 12 Uhr 55 Min. mittags.

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