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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 258

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 258 (sequence 261)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9302-3485453
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258 S. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte allem zahlten wir mit der Reform der Einwanderungs-Verordnung vom Jahre 1933, welche die Einwanderungsmöglichkeiten von Zehntausenden von Juden in einem seht hohen Maße gegenüber der Einwanderungsverordnung vom Jahre 1925 beschränkte. Das zweite ist, daß es uns vergönnt war, in den Straßen Palästinas die Jagd auf die sogenannten „Illegalen* mit anzusehen, was uns an die Zustände im alten Rußland außerhalb des Ansiedlungsrayons erinnerte. Und wenn diese Jagd abgebrochen wurde, so geschah es nicht infolge der Bemühungen unserer Exekutive, nicht durch die Bemühungen vornehmer Engländer, sondern auf Grund der spontanen Empörung aller Schichten der Juden in Palästina von links und rechts, die auf ihre Führer nicht hörten und nachdrücklich bewiesen, daß wir keine Jagd in Palästina dulden werden. Und diese Jagd wird häufig veranstaltet, wenn auch nicht immer in dieser brutalen Form. Sie dauert aber an in Form eines stillen Pogroms gegen Zehntausende von Juden, die meiner Ansicht nach legal nach Palästina gekommen sind. Es bestand ein Gesetz, daß jeder Tourist im Lande bleiben darf, wenn er eine Erwerbsmöglichkeit gefunden hat. Dasselbe gilt auch heute noch, und doch befinden sich viele Zehntausende von Juden in einer illegalen Situation. Zwar werden sie nicht in Massen vertrieben, aber man läßt sie nicht leben, läßt sie nicht ihre Familien nach Palästina bringen und dort Wurzel fassen. Diese schändliche Lage von Zehntausenden von Juden, die ganz rechtlos sind, ist die Frucht des schwächlichen Auftretens unserer Vertretung, welche glaubt, daß sie in einer Kooperation mit der Palästina-Regierung steht. Dieser beleidigende Zustand ist der Preis, den wir dafür zahlten, daß die Engländer den Arabern, die gegen sie aufstanden, nicht nachgaben. Ich glaube nicht, daß es ein großer Sieg ist für die Sicherheit im Lande, ich glaube auch nicht, daß die Kooperation in diesem Sinne auch in der Zukunft weiter bestehen soll. Ben-Gurion sprach hier über eine Alijah von einer Million; wir alle freuen uns darüber. Er sprach über die Verdoppelung des Jischuw in der nächsten Zeit — das freut uns sehr. Aber man muß doch wissen, auf welche Weise und mit welchen Mitteln wir dies erreichen können. Es ist allen bekannt, daß die Regierung im letzten Jahre den Einwanderungsschedule sehr beschränkt hat. Beschränkungen bestehen auf Schritt und Tritt. Auch Kapitalisten müssen lange warten; man macht ihnen verschiedene Schwierigkeiten, und sie müssen die sieben Stufen der Hölle durchschreiten, ehe sie nach Palästina kommen. Die Regierung hat uns eine liberale Behandlung von Handwerkern, von Kapitalisten mit 500 Pfund versprochen. Das Land braucht sie, aber man läßt sie nicht herein. Es ist schon ein großes Ereignis, wenn di<* Exekutive für 200 solcher Einwanderer Zertifikate bekommt. Die Bestimmung betreffend Kapitalisten mit 500 Pfund wird überhaupt nicht verwirklicht. Wir sehen überall, daß eine große Alijah mit ihrem starken Strom alle Hindernisse aus dem Wege räumt. Und wenn es nicht auf dem legalen Wege geht, so macht man es eben auf dem illegalen. Wir wissen, daß das nicht gut, daß es unerwünscht ist, wir

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