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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 257

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 257 (sequence 260)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Goldberg, Si4prasky 257 überzeugt, daß man den Völkerbund oder England zu unseren Vertretern machen kann, damit wir die 200.000 Juden hinausbringen können. Wenn alle Parteien und Schichten geeint hinter unsern Forderungen stehen, dann können wir erreichen, daß der Völkerbund, Amerika und andere Länder uns hören. Heute ist die Welt gleichgültig, aber wenn wir mit konstruktiven Plänen kommen, und auf die großen Möglichkeiten hinweisen, wenn wir unsere Vertreter schicken, hinter denen nicht nur eine Million Juden steht, sondern 16 Millionen, die mit Ungeduld auf jeden Akt unsererseits warten, so kann man diese 16 Millionen Juden nicht geringschätzen. Es ist das erstemal in unserer Geschichte, daß wir, wenn uns ein Unglück trifft, einen politischen, einen nationalen Akt ihm entgegensetzen, daß wir eine Antwort auf die Frage haben, die uns bedrückt, und diese Antwort lautet: Land, Menschen, Mittel und Möglichkeiten, die Juden herauszuführen, die man degradiert. Wenn wir diesen Kongreß nicht geeint verlassen, wird das Volk sagen, daß seine Besten versagt haben in der Zeit des Unglücks. Wenn wir die breite Koalition zustande bringen und in den nächsten zwei bis vier Jahren zusammenarbeiten, einen großzügigen Plan aufstellen, um der Spekulation zu begegnen —, nicht durch Reden, sondern indem wir die Möglichkeit geben, Boden zu kaufen, dann wird in zwei oder vier Jahren aus dieser Vereinigung ein gewaltiger Zionismus emporwachsen. Es heißt, wenn die Juden 24 Stunden lang einig sind, komme der Messias. Wenn wir unsere Kräfte vereinigen, wird das auf das jüdische Volk starken Eindruck machen, und es wird uns seine volle Unterstützung geben (Beifall). JEHOSCHUA SUPRASKY (IPelfverb. Allg. Zion., A.C. sprkht hebräisch): Wir haben gestern Berichte über die Lage in Erez Israel gehört, die von Zufriedenheit getragen waren, und es gibt auch tatsächlich einen großen Fortschritt gegenüber der Regierung, hauptsächlich auf dem Gebiete der Alijah. Man sprach davon, daß wir 50.000 Juden jährlich nach Palästina gebracht haben. Das muß natürlich auf das Konto der vorigen Exekutive und zu einem gewissen Maße auch auf das Konto der Mandatsregierung gebucht werden. Ich will jedoch einige Zweifel darüber zum Ausdruck bringen, wie weit diese Berichte überhaupt mit der Wahrheit übereinstimmen. Die Regierung Palästinas hatte vor etwa zwei Jahren eine schwere Prüfung zu bestehen. Es gab damals eine Art Aufstand der arabischen Hetzer gegen die judische Einwanderung, und die Regierung hat vielleicht zum erstenmale in der Geschichte der Unruhen in Palästina standgehalten. Aber es war auch der erste Fall, daß diese Unruhen in der Hauptsache nicht gegen den jüdischen Jischuw, sondern gegen die Regierung Palästinas gerichtet waren. Wir wissen ja sehr gut: wenn jüdisches Blut vergossen wird, reichen die Kräfte der Regierung nicht aus, wenn aber der Versuch gemacht wird, die Behörden anzugreifen, dann ist die Kraft für die Abwehr da. So war es auch vorher. Ich will jedoch den Kongreß daran erinnern, welch hohen Preis wir für diese Tätigkeit der "Regierung bezahlt haben. Vor 17

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