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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 253

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 253 (sequence 256)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Rubaschow 253 glauben noch manche Kreise, daß das Wachstum der Arbeitcrvcrtretung im Zionismus nur ein Zufall sei, den die Konjunktur geboren habe oder die guten Redner der Linken oder ähnliches. Als ich die urwüchsige, wuchtige, selbst dort, wo sie hart und ungehobelt war, elementarzionistische Rede des zionistischen Klassikers Ussischkin hörte, als er von Bodenspekulation sprach, ohne jede Verknüpfung mit sozialistischen Ideen, als er von diesem großen Uebel sprach und dabei zutiefst erschüttert war — da fragte ich mich: was haben er und seine Freunde und die ganze zionistische Welt — die gewiß viel getan haben für die Geulath Haarez — was haben sie getan, um den Zionisten die Ueberzeugung beizubringen, daß die Bodenspekulation ein zionistisches Unglück ist und mit der Wurzel ausgerottet werden muß? Ich erinnere mich an eine Versammlung in Amerika, wo ich über Bodenspekulation sprach und alle mir zustimmten. Nachher fragten mich aber manche: „Was tun eigentlich diese Spekulanten? Verkaufen sie Böden, die nicht da sind, stehlen sie?" Und ich legte ihnen dar,» Spekulation bestehe darin, daß ein Jude Boden kaufe, ihn liegen lasse, dann zu einem teueren Preis an einen Juden verkaufe, der ihn wieder weiterverkaufe. Und da antwortete man mir: „Was ist denn daran? Das ist ja Geschäft, anständiges business, das macht doch jeder Jude!" Und ich war erschrocken, als ich feststellen mußte, daß wir, die Arbeiter, die ganze Zeit über das Monopol hatten, soziale Ideen im Zionismus zu predigen, während die andern glaubten, man könne sich mit bloßen „nationalen" Ideen begnügen. Das Unverständnis ist so groß, daß selbst manche Delegierte der Liste Ussischkins — ich weiß, wie schwach und bedeutungslos die Beziehung Ussischkins zu dieser Liste ist (Beifall) — die Bedeutung dessen, was er sagte, weder hören noch fühlen können. Ich glaube daher, daß die Grundlage des Allgemeinen Zionismus, der wirklich die Arbeiterschaft mit den zionistischprogressiven Kräften verbinden soll, nichts anderes sein kann als die einzige Aufgabe: Mehr Juden, mehr Boden, mehr Verwurzelung im Lande, bis wir ein großes selbständiges, freies jüdisches Erez Israel haben. Nur dann werden wir die gemeinsame Sprache finden, wenn alle Zionisten es als zionistische Pflicht und als Voraussetzung de$ Aufbaues von Erez Israel anerkennen werden, daß die Bodenspekulation ausgerottet werden muß. Ebenso muß es mit der Idee der Arbeit werden. Wenn man sagt, Arbeit sei die Grundlage des neuen Aufbaus und ohne Arbeit und ohne Arbeitsmenschen könne die neue jüdische Gesellschaft nicht gebaut werden, dann muß auch die Tendenz ausgerottet werden, welche die Ehre dieses Arbeitsmenschen erniedrigen will. Ist denn eine solche Schande denkbar, daß in Erez Israel und auch in gewissen Kreisen, die in diesem Saal sitzen, Vorstellungen herrschen von zwei Kategorien von Juden: Berechtigten und Nichtberechtigten? Hat jemand ein Haus, dann ist er stimmberechtigt, hat er aber nur das Haus gebaut, aber keine eigene Wohnung bezogen, dann ist er ein Rechtloser, ein „Lischeniec" in Erez Israel. Darf man es zulassen, daß in den Hoffnungsstätte und der Pracht unseres Aufbaus Tendenzen groß

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