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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 251

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 251 (sequence 254)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Schmor ak, Rubaschow 231 falscher Weg, die Arbeitgeber als Verräter hinzustellen, sofern sie noch nicht voll und ganz jüdische Arbeit verwenden. Die Exekutive war parteipolitisch und dogmatisch eingestellt und besaß nicht die nötige Objektivität, um dieses wichtigste Problem des sozialen Friedens zu lösen. Wir Allgemeinen Zionisten sind der Ansicht, daß wir den Aufbau des Landes nicht werden durchführen können, wenn wir nicht die Sy?ithese unter den Anscliauungen der Parteien finden. Wir glauben, daß die Exekutive nicht das Recht hat, ihre Aufbaupolitik nach den Prinzipien von Majorität und Minorität einzurichten. \yir dürfen nicht vergessen, daß wir hier nicht nur die Kongreßwähler vertreten, sondern das ganze jüdische Volk. Mit Kongreßwählern allein kann man das Land nicht aufbauen. Wir müssen die Aufbaupolitik nach dem Willen des gesamten jüdischen Volkes führen. Dieser kann aber nur auf dem Wege der Synthese gefunden werden. Diese Synthese wieder kann jedoch nicht gefunden werden, wenn die größte Partei nicht bereit ist, auf irgend einen wichtigen Punkt ihrer Dogmatik oder ihres Programms zu verzichten. Ich wiederhole, daß Schwergewicht unserer Aufbaupolitik liegt in der Schaffung dieser Synthese. Und daß uns dies bisher nicht gelungen ist, darin erblicke ich den Kern der Krise unserer Bewegung. Es ist ein großer Irrtum, die Abspaltung, die sich in unserer Organisation vollzogen hat, leicht zu nehmen, und ich befürchte, daß sich die Partei, welche den Aufbau führt, über diesen Punkt allzuleicht hinwegsetzt. Durch das starre Festhalten an dem Parteidogma und an der Parteiherrschaft, droht uns eine noch viel ernstere Krise, eine Aufbaukrise. Es ist leider zu befürchten, daß die herrschende Partei diese schleichende Krise genau so leichtsinnig behandeln wird wie irüher die Organisationskrise. Wir werden die richtige Zusammenarbeit von Privatkapital und nationaler Arbeit nicht finden, wir werden die nationale Disziplin nicht schaffen, wenn wir nicht verstehen, daß der Aufbau keine Parteifrage ist. Noch ist es Zeit, noch ist die Krise rein organisatorisch und keine ernste Aufbaukrise. Aber damit sie sich nicht zu einer solchen auswachse, ist es notwendig, daß der Parteikampf aufhöre, daß der gemeinsame nationale Wille des ganzen Volkes gefunden und beim Aufbau und in der Bewegung zum Wegweiser für unsere Handlungen werde (Lebhafter Beifall bei den Delegierten des Weltverbandes Allg. Zionisten). SALM AN RUBASCHOW (Arb., Amerika — 'spricht jüdisch): Die Generaldebatte, wie sie bisher geführt worden ist, macht es mir möglich, nicht in den polemischen Ton zu verfallen, den manche Redner der Opposition uns aufzwingen wollten. Nicht einmal die gestrige Rede des Vertreters der extremen Opposition wird mich dazu verleiten. Im Herzen bin ich Herrn Großmann sogar für seine Rede dankbar, weil vielleicht irgendwo jemand hätte befürchten können, daß unter allen zionistischen Schattierungen und Ideen das revisionistische Lichtlein verloschen wäre. Gestern hat uns Herr Großmann in dieser Hinsicht beruhigt: der Revisionismus auf diesem Kongreß lebt. (Stür-

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