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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 244

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 244 (sequence 247)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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244 <?. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte und in der zionistischen Bewegung gegenüber dem K.K.L. und K.H. nicht ertragen, unter keinen Umständen dulden, daß die Beschlüsse, die in der K.K.L.-Konferenz angenommen wurden, nicht durchgeführt werden. Dieser Kongreß darf sich nicht damit abfinden, daß das Budget des K.H. für Ansiedlung nicht eine minimale Höhe erreicht. Ich gehe dann zum Kapitel Kolonien über. Ich möchte die Freunde des Herrn Großmann fragen: Was habt Ihr getan, um es dem Arbeiter zu ermöglichen, in der Kolonie seßhaft zu werden? Womit habt Ihr geholfen, daß der Arbeiter in der Kolonie nicht gezwungen ist, sie zu verlassen? Dabei gibt es etwas, womit wir das Verlassen der Kolonien wenigstens etwas verhindern könnten — die Beseitigung des Wohnungsmangels. Ihr wißt, daß in der letzten Zeit die Kolonien fast zur Gänze leer von landwirtschaftlichen Arbeitern wurden. Der Grund hierfür liegt, abgesehen von der unfreundlichen Haltung der Arbeitgeber, in unserer Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen des Arbeiters. Seit Jahren verlangen wir, daß man dafür sorgt, daß der Arbeiter in der Kolonie ein Zimmer habe, ein Dach, unter das er sein Bett stellen kann, — aber selbst dieses Minimum konnten wir nicht erreichen. Als wir zu Euch mit verschiedenen Anträgen über die Hilfswirtschaften kamen, — Ihr wißt, was für eine Antwort die Zionistische Exekutive erteilte. Wenn Ihr also diesen anarchischen Zustand ändern wollt, der die Grundlagen unserer Existenz im Lande erschüttert, dann kümmert Euch darum, daß der Arbeiter in der Kolonie Wurzel fasse, dann müßt Ihr vor allem dafür sorgen, daß der Arbeiter sich in der Ko-> lonie festsetzen kann, der Einwanderer aus Deutschland und anderen Ländern die Möglichkeit erhält, seine minimalen Bedürfnisse zu befriedigen. Die dritte Frage, über die ich sprechen will, ist die Einwanderung der deutschen Juden. Ich bedaure sehr die Art, wie gestern hier über die Sache gesprochen wurde. Für mich ist diese Frage eine heilige Sache, und ich hätte geglaubt, daß auch die anderen, die unsere Gegner sind, diese Sache anderis werten würden. Ich verstehe nicht, wie es möglich war, daß man von dieser Tribüne ohne die gebührende Reaktion erklären konnte, die ganze Tätigkeit der Abteilung für die deutschen Juden sei unter Sozialisten erfolgt, obwohl ich es nicht bedauert hätte, wenn es hundertprozentig wahr gewesen wäre. In Wahrheit sind jedoch viele Leistungen zugunsten des Mittelstandes, z. B. in Kerkur, Emek Chefer, Kirjat Motzkin usw. erfolgt. Und was die Jugend- Alijßb anlangt, so frage ich Euch: was war Eure Leistung bei diesem Werke, womit habt Ihr bei ihm geholfen? Wißt Ihr denn nicht, auf wie zahlreiche Schwierigkeiten wir bei der Frage der Kinder stießen? Ich darf zu dieser Frage als Augenzeuge sprechen, als einer, der an diesem Werke mitgearbeitet hat — Miß Szold wird es bestätigen. Zu wiederholten Malen erhob sich in jedem Winkel, in jeder Kwuzah die Frage, ob es uns überhaupt möglich sei, diese Kinder aufzunehmen, dieses Risiko einzugehen, ob es möglich sei, in die Wirtschaft in diesem Ausmaße fremde Elemente einzuführen? Wer konnte wissen, welchen Preis wir dafür zahlen müssen. Fragen Sie Miß Szold, wieviel Mühe

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