Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 243 (sequence 246)
- Language
- German, English, Hebrew
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Harzfeld 243 triert, daß es sich dazu verpflichtet, daß wenigstens die minimalsten praktischen Dinge geleistet werden, daß es nicht dem vermeintlichen Erfolge in der Stadt nachläuft! Es gibt keinen schärferen Ausdruck dafür, als was wir gestern von Ussischkin gehört haben. Und darum frage ich: Was wird dieser Kongreß tun, um diese Dinge zu bessern? Wer von Euch wird dafür sorgen, daß wir von hier mit einem Budget weggehen, das uns die Alijah jener Familien oder richtiger ihre Ansiedlung auf dem Boden, den sie besetzt haben, ermöglicht? Unter diesen Familien begreife ich die Jemeniten mit ein, den Hapoel Hamisrachi^ den Hanoar Hazioni und alle anderen Juden, die den Boden bereits besetzt haben, um ihn im Schweiße ihres Angesichts zu bearbeiten und durch ihre Arbeit auf jene Höhe zu heben, zu jener Fruchtbarkeit? zu bringen, die wir im Emek und in einigen anderen Teilen des Landes erreicht haben, wo wir bewiesen haben, was die Söhne dieses Volkes zu leisten fähig sind, wenn wir uns jenem vorzüglichsten Teil unserer Arbeit hingeben, um dessentwillen wir in diese Bewegung und nach Erez Israel gegangen sind. Wir haben vor der ganzen Welt proklamiert, daß das jüdische Volk den Boden bearbeiten will, daß es sein Territorium, den Platz, auf dem es sich konzentrieren will, anderen Ländern gleich schaffen will. Ich frage mich: Besteht irgend eine Sicherheit, daß wir von diesem Kongreß mit ein wenig von den! weggehen, was wir in bezug auf den Boden, auf die Ansiedlung fordern? Ich fürchte sehr, daß wir uns mit anderen, nebensächlichen Fragen befassen, mit Fragen, die weder Konzentration noch Einigung zwischen uns herbeiführen und auch nicht die Tat, die die Hauptsache ist. Ich stelle eine kleine Rechnung an. Wenn ich Ihnen sage: ich will, daß von einer Alijah von 50.000 Juden zehn Prozent auf nationalem Boden mit nationalen Mitteln angesiedelt werden, dann muß ich mindestens 5000 Menschen in Rechnung stellen, das sind ungefähr 1200 Familien. Für 1200 Familien brauchen wir nach allen Versuchen, die wTir gemacht haben, und bei allen Ersparnissen, die wir in weitestem Maße bei den Ansiedlungsmitteln machen, wenigstens eine halbe Million Pfujnd, 400 Pfund pro Familie. Da frage ich Sie und frage mich selbst: Gibt es einen Grund, zufrieden zu sein, wenn wir diese Beträge nicht sehen? Sicher werden wir heute oder morgen auf diese Frage stoßen. Was tun wir, damit die neuen Einwanderer nicht in die Stadt gehen, nicht dem leichten Erwerb nachjagen, sich nicht mit jenem verfluchten Gewerbe beschäftigen, das Spekulation heißt? Wie kann ich die schlechten Eigenschaften hintanhalten und sie bekämpfen, wenn ich nicht die Mittel habe, mit denen wir den Weg des Aufbaues bahnen, mit denen wir den Menschen den Weg zur Einordnung zeigen könnten? Dieser Weg darf kein zufälliger, er muß der Weg der Planung, ein Weg in der Richtung sein, die wir uns selbst wählten, als wir dieses Werk der Gesundung des jüdischen Volkes, seiner Heimkehr aus der Diaspora nach Palästina begannen. Dieser Kongreß, so meine ich, dürfte diese Gleichgültigkeit im Volk 16«