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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 242

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 242 (sequence 245)
Language
German, English, Hebrew
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242 8. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Ehre gereicht, den Emek Chefer, was wäre sein Schicksal gewesen, wenn nicht jene „rote Organisation" da wäre, jene Organisation, von der man behauptet, daß sie heute oder morgen unter sich den Besitz teilen will, vor der Herr Großmann in den Schreckensruf ausbricht: „Rote über Euch!44 Diese Organisation hat während dieser letzten Jahre ohne Geschrei und Proklamationen, ohne jede Hilfe und Budget, eine große Leistung vollbracht: sie hat ein Bodenstück von mehr als 30.000 Dunam besetzt, sie war die einzige, die diesen Platz besetzte, sie war die einzige, die zu werten verstand, was es bedeutet, Boden im Besitze des Volkes zu erhalten, ohne darauf zu sitzen. Ich möchte alle Teile des Kongresses fragen: Wer waren unsere Helfer bei dieser Besetzung und Eroberung des Bodens? (Zwischenruf: Die Jemeniten!) Ich stelle auch die Jemeniten in Rechnung, sie stehen uns nicht fern. Ich bin der Letzte, der nicht die Arbeit von Freunden zu schätzen weiß, welche eine Leistung durchführen und sich nicht mit Proklamationen und dröhnenden Worten begnügen. Ich muß auch noch einige andere Bodenflächen erwähnen: Kerkur, Tel Mond, Alkerem bei Herzliah. Alle diese Böden, deren Erwerbung das Volk ungeheure Anstrengungen kostete, bis wir die Böden erwarben — wir haben, nachdem wir sie erworben hatten, die Ansiedlung auf ihnen auch nicht um einen Tag hinausgeschoben. Wir waren nicht der Ansicht, wir dürften nur in dem Maße, wie uns der Kongreß Beträge für die Ansiedlung zur Verfügung stellt, den Boden besetzen. Wir haben zunächst einmal, ja sogar noch bevor die behördlichen und nachbarlichen Fragen geregelt waren, den Boden besetzt, weil wir wissen, daß rasch getan gut getan ist. Gestern hörten wir von Herrn Großmann, er werde noch erzählen, was mit dem Gelde geschehen sei, das aus Deutschland gekommen ist. Darüber ging man mit Stillschweigen hinweg. Als aber mein Freund Sereni, der ebenfalls weiß, was man für die Deutschen getan hat, seine Erklärung abgab, da kam die Reaktion. Ich will Ihnen erzählen, was Sie, Herr Großmann, nicht erzählt haben: Die wenigen Mittel haben wir durch „Nir44 aus Deutschland bekommen. Wir wissen das ganz besonders zu schätzen, und ich glaube, daß die Zeit kommen wird, da auch Sie, Herr Großmann, das zu schätzen wissen werden. Ich habe gesagt, der Kongreß müßte sich ganz besonders auf praktische Fragen konzentrieren und von dieser Tribüne erklären, welches unser Plan für die nächsten Jahre sein soll. Es wäre Pflicht des Kongresses, uns zu sagen, welches der Kolonisationsplan sein soll, es wäre seine Pflicht, Herrn Ussischkin und allen denen, die über den heutigen Zustand betrübt sind, weil sie wissen, was eine Alijah von 50.000 Menschen jährlich bedeutet, von denen nicht einmal zehn Prozent zur Ansiedlung zu bringen in unserer Macht liegt, eine Antwort auf das Bodenproblem zu geben. Könnte man doch das jüdische Volk, das uns diesmal eine Million Schekelzahler gab, das mit Leib und Seele mit uns verbunden ist, das weiß, daß Palästina die letzte Zuflucht* und daß dies die letzte Stunde ist, zusammenbringen und dazu erwecken, daß es alle vereinten Kräfte auf dieses Aufbauwerk konzen-

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