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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 236

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 236 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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236 7» Kongreß-Sitzung: Generaldebatte werden schweigen. Wenn Harzfeld sich zu sagen erlaubt, daß ich hetze, dann muß ich darauf erwidern, daß Ihr die Spezialisten für Hetze seid. (Großer XLumidt bei der Linken. — R. STRICKER ruft: Reden Sie doch zu uns und nicht zu jenen Herrn!) VORS. VIZEPRÄS. DR. N. GOLDMANN: Ich rüge den Ausdruck „Spezialisten für Hetze44. Wir haben Sie, Herr Großmann, lange Zeit sprechen lassen. Sie haben eine scharfe Rede gehallten, die in voller Ruhe verlaufen ist, kommen Sie jetzt nicht mit solchen Anklagen. Ich bitte auch die Delegierten des Kongresses, den Vertreter einer oppositionellen Gruppe noch die drei Minuten sprechen zu lassen, die ihm noch geblieben sind. MEIR GROSSMANN (fortfahrend): Ich muß wiederholen, was ich gesagt habe, da ich die Kunststücke des Propagandaapparates der Linken kenne (Neuerlicher Xlumult bei der Linken). Ich habe den hohen Kommissär für die deutschen Flüchtlinge gefragt, was man mit den. Geldern für die Kolonisierung deutscher Flüchtlinge getan hat. Ich habe weiter gefragt, was Ihr, außer dem Bau einiger Häuser in den sozialistischen Kwuzoth, in die Ihr die deutsche Jugend gebracht habt, getan habt. Was für einen Anlaß zu solcher Aufregung bietet das? Ich verlange von dem Herrn hohen Kommissär, dessen Wahl dem Kongreß aufgezwungen wurde, eine Antwort, und wenn er uns diese Antwort erteilt, werden wir Ihnen beweisen, daß fast nichts getan wurde. Auf diesem Kongreß herrschen verschiedene Stimmungen, die man nicht verhehlen darf. Es gibt Personen, die der Ansicht sind, daß man hier nichts mehr zu tun habe, und die einen Kampf um eine Aenderung in der Zionistischen Organisation für aussichtslos halten. Wir gehören nicht zu diesen Menschen. Wir glauben nicht an Eure illusorische Kraft, die nur auf der momentanen Konjunktur beruht. Wir haben viel größere Kräfte gesehen, die zwischen Prag und Luzern in ein Nichts zerschmettert wurden (Unruhe bei der Linken). Wir sind keine Emigranten und werden den Kampf um die Eroberung der Zionistischen Organisation weiterführen. Wir werden Ihnen keine Minute Ruhe geben, wenn Sie das System der Vergewaltigung fortsetzen. Solange Ihr unseren Menschen in Palästina das Recht auf Arbeit nehmt und solange Ihr Euer brutales Monopol über die sozialen Institute ausübt, werden wir in und außerhalb des Kongresses mit allen Mitteln einen Partisanenkampf führen. Mag Herr Ben-Gurion noch so schöne Reden halten, ich werde Euch zehn, hundert und noch mehr Genossen bringen, die von Euren Genossen aus jüdischen Fabriken und aus anderen Arbeitsstätten aufs Pflaster geworfen wurden. Diese werden Ihnen ins Gesicht lachen und Ihnen kein einziges Wort von dem, was Sie uns hier vorerzählen, glauben. Solange Sie die gesamte Arbeit, die Alijah und Hachscharah, in Händen halten, wird in der Zionistischen Organisation kein Friede herrschen. Sie sind die Mehrheit, aber nur solange es hier eine Minderheit gibt. Verschwindet diese Minderheit von hier, dann seid Ihr ein Nichts. Ich habe von dieser Tribüne Worte berechtigter Kritik gegen Eure

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