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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 234

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 234 (sequence 237)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9278-3485429
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234 7- Kongreß-Sitzung: Generaldebatte dieses Spiel setzen die Herren ungeniert fort und machen mit frommem Gesicht aus ausgeklügelten Gedankengängen eine Theorie. Statt sich zu schämen, haben sie aus dem Transfer ein unantastbares Heiligtum gemacht. Wir werden noch Gelegenheit haben, zu enthüllen, wessen Geld auf diese Weise nach Palästina gebracht wird und wem man bei der Uebersiedlung Hilfe zuteil werden läßt. Ist dieses schändliche Abkommen wirklich dazu getroffen worden, damit „Nir4* und andere Institutionen der „Mapai" das Geld jüdischer Großkapitalisten nach Palästina bringen? Daß der Transfer aus Deutschland zu einem moralischen Zusammenbruch des jüdischen Palästina geführt hat, möge Euch der Brief beweisen, den ich heute aus Palästina erhielt und der die ungeheure Gefahr aufdeckt, die durch den Transfer entsteht. Herr Ben-Gurion sprach über die Verflachung des Zionismus sowie über den Egoismus und die Verantwortungslosigkeit des jüdischen Palästina. Ich werde Ihnen zur Kenntnis bringen, was mftr eine verantwortungsvolle Persönlichkeit im Zusammenhang mit der unerhörten Antwort des Herrn Boofien, des Direktors der Anglo-Palestine-Bank, an das Boykottkonxitee betreffend die Verwendung deutschen Zements beim Neubau der Anglo-Palestine-Bank schreibt: (Liest vor:) „Eine Gruppe nationaler Jugend versammelte sich beim Neubau der Anglo-Palestine-Bank, um gegen das unerhörte Verhalten der Bank, deren neues Gebäude aus nationalem Gelde gebaut wird, zu demonstrieren. Die Demonstranten, die sich spontan ansammelten, verlangten, daß die Bank den Boykott gegen deutsche Waren streng innehalte. Zufällig kam eine Gruppe von Arbeitern, selbstverständlich Mitglieder der „Mapai4\ die von der Demonstration der nationalen Jugendlichen gegen die Verwendung deutschen Zements hörten, hinzu, überfielen die Demonstranten und prügelten sie fürchterlich. Sie riefen ihnen zu: „Geht in die „Neue Zionistische Organisation4', hier sind wir die Herren, wir werden deutsche Waren verwenden, wenn es sich lohnt usw." Das, was ich Ihnen vorgelesen habe, haben die Anhänger jener Herren gesagt, die uns auf diesem Kongreß mit rhetorischen Feinheiten kommen. Einen der Jugendlichen, namens Reichsnadel, hat man blutig geschlagen, und die Rowdies, die ihn niederschlugen, übergaben ihn der Polizei mit dem. Bemerken, er habe Baumaterial stehlen wollen. Ein zweiter Jugendlicher wurde auf die Polizei gebracht und erst nach 24 Stunden gegen Hinterlegung einer Kaution entlassen. Kurz danach fand eine Versammlung statt, die unserer nationalen Jugend viel Sympathiebeweise eintrug und die der Erregung über die schändliche Handlungsweise des Direktors der Bank Ausdruck gab. Es meldeten sich auch viele Zeugen, darunter zwei Polizisten, die den wahren Tatbestand bezeugten. Sie, meine Herren, haben die Schuld, wenn in der Herzl- oder Jehuda-Halevy-Straße Haufen von Zementsäcken mit der Aufschrift „Made in Germany" herumliegen. Als man sich aber an den Herrn Direktor der Anglo-Palestine-Bank wandte, erteilte er am 6. August die Antwort, daß erstens nicht er, sondern

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