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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 229

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 229 (sequence 232)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9273-3485424
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Großmann 229 vom Roten Meer und von Asien und hält hier beinahe schon gefährlich imperialistische Reden. Es ist sonderbar und amüsant zugleich, daß dieselben Herren, die uns vor Jahren auslachten, als wir von einer Alijah von 50.000 Menschen im Jahre, von Transjordanien und nationalen Anleihen sowie von politischer Aktivität sprachen, jetzt unser Programm aufnehmen und so tun, als wäre das die letzte Weisheit ihrer eigenen Gelehrsamkeit. Die Herren vergessen anscheinend, daß sie es waren, die seit Jahren ein Anti-Judenstaatssystem und eine Anti- Judenstaatsrichtung im Zionismus unterstützt haben. Sie werden sich daher nicht wundern dürfen, daß mir — bei allem Respekt vor der Rhetorik des Herrn Ben-Gurion — der Glaube und das Vertrauen fehlt, daß er es mit den Dingen, die er uns vorgeführt hat, ernst meint. Man hat hier viel von der politischen Lage und von Sympathien der englischen Regierung gesprochen; man lobte die Errungenschaften der Exekutive, aber um die wirkliche -politische Lage zu illustrieren, genügt es, auf zwei Tatsachen hinzuweisen, auf die 170 illegalen Touristen, die in den Gefängnissen Palästinas schmachten und den „wunderbaren" Begrüßungsbrief des jungen MacDonald an den Kongreß, der dem Zionismus und seinem Gesinnungsgenossen von der II. Internationale, Herrn Ben-Gurion, eine Ohrfeige mitten ins Gesicht gegeben hat. Kein Mensch leugnet, daß es in den letzten zwei Jahren eine starko Alijah gegeben hat, daß in Palästina Prosperity herrscht und daß 100.000 Juden ins Land gekommen sind. Wenn wir uns aber die frage vorlegen, ob alle diese schönen Dinge den Zionismus seinem Endziel auch nur ein Stückchen näherbringen, ob sifc die politische Stellung des Zionismus und des Jischuw stärken, ob die Zahl jüdischer Arbeiter bei Regierungsarbeiten erhöht wurde, ob die Zahl der jüdischen Beamten während dieser Zeit gewachsen ist und vor allem, ob unser Einfluß auf die Regierung und die Verwaltung stärker geworden ist, als es: vorher der Fall war, so müssen wir offen und klar erklären: Nein, nein und nochmals nein! Weder im Verhältnis zu unserem Anwachsen im Lande, noch absolut. Unser Einfluß auf den Regicrimgsapparat ist kleiner geworden, die Zahl der jüdischen Beamten wurde verringert, unser Anteil am Budget ist nach wie vor minimal. Wir haben noch weniger jüdische Richter als zuvor, wir spielen im Sicherheitsapparat des Landes keine Rolle, die Polizei in Tel Aviv hat sich aiis einer jüdischen in eine englische verwandelt. In Petach-Tikwah kommen auf 20 Polizisten 2 jüdische. Die Zahl der höheren jüdischen Beamter* wurde ebenfalls kleiner. Aus all diesen Tatsachen stammt unser Skeptizismus gegenüber den Behauptungen der Exekutive, daß sie auf dem Gebiete der Politik Erfolge aufzuweisen habe. Wir haben — Gott sei Dank! — in Palästina kein neues Unglück erlebt, aber im Hinblick auf unser Endziel, sind wir in den zwei Jahren der Prosperity und der Ruhe im Lande keinen Schritt vorwärts gekommen. Wir wissen nicht, wo wir halten und was uns der nächste Tag bringen kann. Wir haben nicht nur keinen politischen Status, sondern nicht einmal Sicherheit im Lande. Nach w<e vor leben

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