Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 230)
- Language
- German, English, Hebrew
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Schwarzhart 227 illegalen üouristik steht in keinem gerechten Verhältnis zu der nationalen Hingabe, die in dieser Touristik steckt. Diese illegalen Einwanderer kommen, weil wir sie in den engen Grenzen der Alijah ersticken. Die illegale Alijah ist berechtigt, denn sie bringt Juden in ihr Heimatland zurück (Beifall), Wir glauben, daß manche Aeußerung der Leiter des Einwanderungs-Departements zu dieser Frage überflüssig war. Wir unterstreichen und sind einverstanden mit der ablehnenden Haltung der Exekutive zur Frage des Legislative Council. Aber ich möchte wünschen, daß dieser Standpunkt fest und stark bleibe, nicht nur solange die Frage noch theoretisch ist, sondern auch wenn sie realpolitische und aktuelle Formen annehmen sollte. (Beifall'). Ich hoffe, daß die künftige Exekutive in diesen Fragen vor der Mandatarmacht keine Schwäche zeigen wird. Ich will hoffen, daß sie diesen Kampf nicht aufgeben und sich nicht auf bloße passive Resistenz beschränken wird. Das ist der Standpunkt des Weltverbandes in dieser Frage. Wir haben gegen die Exekutive und gegen die Linke noch eine ganze Reihe von Vorwürfen, die von anderen Rednern vorgebracht werden sollen, so z. B. in der Frage der Alijah, Hachscharah, Kolonisation usw. Eine Reihe unserer Forderungen ist nicht berücksichtigt worden. Eines möchte ich zum Schluß hervorheben. Man will aus uns, aus dem Weltverband Allgemeiner Zionisten, mit allen propagandistischen Kräften einen Vertreter bürgerlicher Klasseninteressen machen, der sich gegen die Arbeiterinteressen stellt. (Rufe links: Sehr richtig!) Ich weiß sehr gut, daß das in ihre Propaganda paßt, aber von dieser Tribüne, wo Demagogie keinen Platz haben soll (Gelächter und Beifall links), sondern die ernste Behandlung gegenseitiger Meinungen, will ich unterstreichen: Es wird Ihnen nicht gelingen! Der Inhalt des Allgemeinen Zionismus, den wir repräsentieren, ist die Verbindung der schöpferischen Kräfte im zionistischen Volk, und ich habe den Mut», offen zu erklären: Wir gehen nicht den sozialistischen Weg! Genau so wie Sie das Recht haben zu sagen, daß Sie Sozialisten sind, erkläre ich offen: das sozialistische Ideal von Marx mit dem Ziel der Expropriierung der Produktionsmittel ist nicht unser Ziel. Da liegt der Abgrund zwischen uns und Ihnen, und es ist besser, daß wir uns klar verstehen, denn zwischen uns und Ihnen stehen Parteien, die für Ihre sozialistischen Losungen eine sentimentale Träne haben, obwohl sie selbst sagen, daß sie keine Sozialisten sind. Wir sagen es offen: Wir wollen, die schöpferischen Kräfte von Arbeit und Arbeiterschaft, vor der wir hohen Respekt haben, verbinden mit den schöpferischen Kräften des Kapitals, das wir ebenso wie die Arbeit der Hegemonie der nationalen Interessen unterwerfen. Wir sind mit den Losungen Ben-Gurions einverstanden. Der Weg der Verwirklichung und das Leben trennen uns jedoch voneinander. Eure Vision ist auch die unsere. Sie ist eine allgemein-zionistische, sief ist nicht neu, sondern geschaffen von Hend, lange Jahre getragen von dem Allgemeinen Zionismus. Es freut uns, daß ein so großer patrio- 18»