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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 226

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 226 (sequence 229)
Language
German, English, Hebrew
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226 7- Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Zustand ist, obwohl formell das Schulwesen dem Waad Leumi untersteht. Denn wir wissen sehr wohl, daß es anders gekommen wäre, wenn in der Exekutive die Tendenz herrschte, diesen Bestrebungen entgegenzutreten. Den Vertrag zwischen Histadruth und Waad Leumi halten wir für unannehmbar (Unruhe), weil er den nationalkulturellen Riß im neuen jüdischen Volke verewigt. Wir wissen, daß der Verschmelzungsprozeß langsam vor sich gehen muß, aber von dieser Tribüne aus fordern wir vom Kongreß, daß er im Interesse dieses Prozesses gegen diese Tendenzen seinen Protest erhebe und die notwendigen Sanktionen schaffe, daß in dem neuen Erez Israel ein einheitliches Schulwesen geschaffen werde (Unruhe links, Beifall rechts). Der zweite Beweis ist der Zustand in der Bewegung für die physische Regeneration des jüdischen Volkes. Die zionistische Bewegung hat viel zur Entwicklung dieser Bewegung beigetragen. Wir haben die Makkabi-Bewegung geschaffen, ohne Unterschied der Partei, im* links und rechts, orthodox unid freisinnig, damit in diesem Reservoir physischer Kraft das neue politische Gefühl der Einheit entstehe. \\ tut nun der linke Flügel? Er zerreißt die einheitliche Bewegung der physischen Renaissance und schafft sich eine eigene. Und dann kommt er zu uns mit der Forderung, wir mögen einig sein und die einheitliche zionistische Organisation schaffen! (Beifall). Ich will nicht von anderen Gebieten reden; sie berühren zu delikate Fragen, und wir werden in den Kommissionen noch Gelegenheit haben, darauf zurückzukommen. Es genügt, auf diese zwei fundamentalen Elemente unserer Bewegung hinzuweisen: den geistigen Zusammenschluß der jungen Generation und die physische Entwicklung des ganzen Volkes. Beide zerstört die Linke. Und dann kommt sie zu uns und ruft: Einheit, liquidiert die Parteien, verwirklicht ein nationales Programm! Das ist der Wider spruch zwischen Euren Losungen und dem Leben. (Unruhe imd Zwischenrufe links.) Ich könnte weitere Beweise anführen. Auf dem Gebiet unserer Politik haben wir schon oft unterstrichen, daß wir mit der Exekutive teilweise zufrieden sind, und zwar nicht nur deshalb, weil wir die Außenpolitik der Bewegung als ein Gebiet betrachten, in das keine parteipolitischen Momente hineindringen dürfen, wo die Einheit nach außen unabhängig sein muß von inneren Meinungsverschiedenheiten, sondern weil wir auch in den letzten sechs Jahren eine gewisse Aenderung in der Einstellung der Exekutive zu politischen Fragen festgestellt haben. Aber auch hier haben wir der Exekutive vorzuwerfen, daß sie in der Frage der Einbürgerung in Erez fsragl nicht die nötige Energie bewiesen hat, wenn auch im letzten Jahre manches besser wurde. Sie hat auch nicht die gehörige Energie in der Frage der arabischen Einwanderung nach Erez Israel gezeigt und nicht genug das Prinzip unterstrichen, daß Erez Israel nicht die Heimstätte des außerpalästinensischen arabischen Volkes werden kann in demselben Sinne wie für uns eine Heimstätte auf Grund unserer historischen Rechte. Sie hat sich nicht energisch genug dem Prinzip der offenen Grenzen für eine illegale, unkontrollierte arabische Einwanderung entgegengestellt. Auch die Stellung der Exekutive zur

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