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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 222

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 222 (sequence 225)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9266-3485417
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222 y. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte glaube, daß auch die Gegner dieser Exekutive zugeben werden, daß sie vieles geleistet hat, weil sie homogen war und wenig Zeit und Energie auf die Schlichtung innerer Reibungen verwenden mußte. Gewiß hat sie manches auch falsch gemacht, aber im großen und ganzen war sie eine schöpferische, leistungsfähige Exekutive. Wenn wir hier eine Exekutive der großen Koalition schaffen werden, so darf ich wohl wünschen, daß sie als Exekutive der großen Koalition so gut arbeiten möge, wie die letzte Eexkutive der kleinen Koalition es getan hat. (Lebhafter Beifall). Zu den außenpolitischen Situationen unserer Bewegung möchte ich von unserem Standpunkte nur einige ganz kurze Bemerkungen machen. Wir haben ein langes Register von Forderungen an die Mandatarmacht, die nicht erfüllt worden sind. Gewiß ist es nicht möglich, daß 100 Prozent der Forderungen erfüllt werden. Das ist immer eine Frage gradueller Natur. Aber bei aller Kritik, die wir geübt haben und üben werden, können wir doch sagen, daß im großen Ganzen die Politik der Mandatarmacht uns die faire Möglichkeit einer loyalen Kooperation mit ihr gegeben hat. Wir scheuen uns gewiß nicht, einen Kampf zu führen, wenn er unvermeidlich ist, aber es ist gewiß besser für das jüdische Volk, das von Feinden und zerstörerischen Tendenzen umgeben ist, wenn ihm die Politik einer Kooperation mit der Mandatarmacht möglich ist. Die Frage der Kooperation mit der Mandatarmacht wird, wie ich fürchte, für die Exekutive in den nächsten Jahren mit einer großem Schwierigkeiten belastet sein, mit dem Problem des Legislative Council. Wir sind uns alle über unsere negative Stellung zum Legislative Council einig. Darum wird es das große Problem für die Exekutive sein, bei einer strikten Ablehnung des Legislative Council und einer strikten Ablehnung unserer Beteiligung an ihm, die Basis für eine Kooperation mit der Mandatarmacht auf anderen wichtigen Gebieten zu finden. Das sagt sich leicht, aber leicht wird es sich nicht durchführen lassen und wird das staatsmännische Geschick unserer besten Menschen erfordern. Man hat hier davon gesprochen, daß die Augen des Volkes auf uns gerichtet sind. Das ist heute wirklich keine Phrase mehr. Die Million Schekalim sind nicht nur eine Ziffer, dahinter steht jüdisches Leid und jüdische Sehnsucht und Millionen leidender jüdischer Menschen, für die es nur eine Hoffnung gibt: Palästina. Die jüdischen Massen blicken auf uns. Diese jüdischen Massen, denen Palästina eine reale Notwendigkeit ist, haben sehr wenig Interesse, sehr wenig Verständnis für jene Parteidifferenzen, über die wir uns hier zanken werden. Darum ist die Forderung, zu einem Maximum der Konzentration der zionistiscJyen Kräfte zu kommten, um aus ihr das Maximum der Leistung herausholen zu können, die Forderung des Volkes und die Forderung der geschichtlichen Situation, in der wir stehen (Lebhafter Beifall bei den Delegierten der WeltVereinigung der Allgemeinen Zionisten). DR. IGNACY SCHWARZBART (Weltverb. Allg. Zion., Westgdlizien — spricht jüdisch): Der Kongreß ist keine Versammlung von ^2.T5Sw

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