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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 219

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 219 (sequence 222)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9263-3485414
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Sprinzak, Goldmann 219 Verwirklichung in Palästina, muß sich zum Verständnis der Erhaltung von Herzls Schöpfung erheben. Herzl verlangte seinerzeit die Eroberung der jüdischen Gemeinden für den Zionismus. Heute muß sein Ruf weiter gefaßt werden — Eroberimg des ganzen Volkes! Eine Million Schekelzahler bedeutet Millionen von Juden. Dieser Kongreß muß der Kongreß der zionistischen Reorganisation werden, ein Kongreß, der alle im Volke vorhandenen Funken der Begeisterung sammelt und organisiert. Diese Arbeit darf nicht einen einzigen Tag vernachlässigt werden. Das Erwachen des Volkes muß zu einem mächtigen Faktor des Zionismus gemacht werden. Viele Aufgaben stehen vor diesem Kongresse, aber seine zentrale Aufgabe ist die, die Zionistische Organisation neu auszubauen. So wie wir am VIII. Kongreß die ganze zionistische Energie auf den tatsächlichen praktischen Aufbau Palästinas konzentrierten, so müssen wir auf dem XIX. Zionistenkongreß alle Kräfte darauf vereinigen, das Volk zu erobern und zu organisieren, die Zionistische Organisation Herzls mit all ihren großen, neuen Aufgaben, in der Diaspora zu erneuern {Stürmischer Beifall). DR. NAHUM GOLDMANN (IPeltrerein. Allg. Zion., Brasilien - spricht deutsch): Da ich der erste Redner in dieser Generaldebatte bin, der im Namen der Kongreßfraktion der Weltvereinigung der Allgemeinen Zionisten das Wort ergreift, werden Sie es verständlich finden, wenn ich damit beginne, einige Worte über den Sinn und die Aufgabe dieser neuen zionistischen Gruppierung zu sagen, die in dieser Struktur zum erstenmale auf einem Zionistenkongreß erscheint. Die Gründung dieser Gruppe — Sie brauchen keine Angst zu haben, daß ich Ihnen hier die Vorgeschichte dieser Gründung historisch analysiere - ist jüngeren Datums. Vom Standpunkte eines großen, historischen Aspektes ist an dieser Gründung interessant die Tatsache, daß sie ein Phänomen unter anderen Phänomenen ist, die ein späterer Historiker einmal in ihrer Totalität die Erneuerung des allgemeinen Zionismns nennen wUrd. Es war eine historische Notwendigkeit, daß der allgemeine Zionismus, der einmal der Gründer und Träger der zionistischen Bewegung war und später einer gewissen Degeneration verfiel, eine Erneuerung erlebte, an der,: wie ich gern konstatieren will, gewisse zionistische Freunde und Mitarbeiter, die nicht in meiner Gruppe, sondern rechts von ihr, uns benachbart, sitzen, einen beträchtlichen Anteil haben. Man hat hier schon davon gesprochen, daß heute der Zionismus und das jüdische Volk an einem historischen Wendepunkte stehen, und es geziemt sich für uns, einen gewissen Rückblick vorzunehmen, nicht nur auf die letzten zwei Jahre, sondern auf die ganze Zeit seit der Entstehung dieser Bewegung. Wir haben vieles gezeigt in diesen vierzig Jahren der Existenz unserer Bewegung; wir haben bewiesen, daß wir daran sind, ein freies Volk zu werden, daß wir entschlossen sind, ein für alle Male dem Zustande einer Paria-Existenz ein Ende zu machen und für unsere Rechte in der Welt, für. unsere menschlichen, nationalen und bürgerlichen Rechte zu kämpfen. Es soll hier wiederholt werden,

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