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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 218

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 218 (sequence 221)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9262-3485413
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218 7- Kongrcß-Siizuiig: Generaldebatte nicht gelingen, wird die neue Einwanderung alle Schöpfungen der Bilu, des jüdischen Arbeiters und des Zionismus zerstören, wird sich kein politisches Verantwortungsgefühl im Lande entwickeln, werden uns die Kräfte der Einwanderer fehlen, wird es nur Hindernisse und Mißverständnisse geben. Der XIX. Kongreß muß sich durch eines auszeichnen: die Organisierung der Kräfte im Zionismus. Auf dem VIII. Kongreß, zu dem das erstemal Delegierte des arbeiten- , den Palästina, Männer der wirklichen Arbeit, kamen und auf dem Dr. Ruppin uns erschien, auf diesem Kongreß proklamierten wir die Notwendigkeit, alle zionistischen Anstrengungen auf die reale praktische Arbeit in Palästina zu konzentrieren. Auf zehn Kongressen haben wir es gepredigt; wir haben aber nicht nur geredet, sondern auch tatsächlich Kräfte und Mittel konzentriert, um zu beweisen, daß dieser Weg nicht der der Illusionen, der Weg zur Verwirklichung des Zionismus ist. Zehn Kongresse lang haben wir die Zionisten nach Zioft gerufen. Aber jetzt, erst trägt dieser Appell seine Frucht, und jetzt nach zehn Kongressen müssen wir die Zionisten zur Zionistischen Organisation rufen. Wir haben eine Million Schekalim verkauft, es war eine sehr rege Wahlbeteiligung. . Was aber wird nach diesen Wahlen, nach Schluß des Kongresses sein? Werden wir zurückkehren zu dem alten Parteistreit in den verschiedenen Ländern, zu all den Intriguen? Wenn wir dazu zurückkehren, werden wir den Zionismus zerstören. Durch viele Jahre begnügten wir uns mit der Illusion des Bestehens einer Zionistischen Weltorganisation. Wir begnügten uns damit, daß es einen zionistischen Kongreß gibt und zionistische Fonds. Die Propagandaarbeit der Delegierten der Fonds war der einzige Ersatz für die zionistische Aufklärungsarbeit. In Zukunft dürfen wir uns damit nicht begnügen, sondern müssen vorbereitet sein. Werden wir einmal etwas zulernen, werden wir die großen Möglichkeiten, die heute vorhanden sind, ausnützen? Ich war in den letzten fcwei Jahren in zwei großen jüdischen Zentren, in Amerika und in den kleinen Städtchen Alt- und Neu-Rumäniens. Ich sah dort die jüdischen Massen. Diese Massen sind begeistert für den Zionismus, aber es gibt niemanden, der diese Begeisterung und diese zionistische Bereitschaft ernten kann. Viele Jahre hindurch haben wir die Schöpfung Herzls vernachlässigt. Wir haben uns Intriguen und sogenannte parlamentarische Kämpfe in allen Ländern und Städten gegeneinander erlaubt. Wir begnügten uns mit Kongressen, versanken in einen leeren Parlamentarismus, wir gaben Erklärungen und Deklarationen ab, sprachen zur Tagesordnung, aber mit dem Aufbau einer einheitlichen Zionistischen Organisation gaben wir uns nicht ab. Wenn wir heute eine Million Schekelzahler haben, eine Million Juden, die dem Zionismus verbunden sind, so ist es nicht das Verdienst der Zionistischen Organisation — es ist die Leistung Palästinas. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo der Zionismus in der Diaspora durch Palästina beeinflußt werden muß. Der Zustand, der nach den letzten Kongressen herrschte, darf keinen Tag länger dauern. Diese Generation, die Generation der

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