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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 214

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 214 (sequence 217)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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214 y. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte Herzen dieser jungen Leute, aber auch in den Herzen der Alten glühte, was in den Herzen der Hunderttausende vorging, die um diesen Kongreß sich konzentrierten, muß den Kongreß zu einer höchsten Anstrengung führen, damit er ein entscheidender Kongreß werde und die zionistische Tätigkeit zu neuen Horizonten führe. Ich habe nicht den Eindruck und die Ueberzeugung, daß dieses Gefühl bereits allgemein ist. Gestern hörten wir eine Erklärung des Misrachi, daß er sich an den Arbeiten des Kongresses nicht beteiligen werde, solange seine Forderungen nicht erfüllt sind. Natürlich kann der Misrachi tun, was er will. Ist es aber nicht doch sonderbar, daß die Delegierten des Misrachi nicht fühlen, daß dieses Haus, das Gebäude der Zionistischen Organisation, das nationale Heim in der Diaspora, noch nicht ihr sicheres Heim ist. Haben sie nicht zusammen mit uns dieses Haus gebaut? Ist diese Tribüne nicht auch ihre Tribüne? Was bedeutet also die Weigerung mitzuarbeiten? Natürlich steht es ihnen frei, vorzugehen, wie es ihnen beliebt. Aber was sie fordern, das kann logischerweisc nur so erfüllt werden, daß die Lösung jeden Zionisten befriedigt, daß sie nicht nur keinen Angriff auf die religösen Forderungen, sondern auch keinen Gewissenszwang enthält. Ich und meine Freunde geben ohne jede Debatte zu, daß es in Palästina einen Ruhetag geben muß, daß dieser der Schabbath sein und daß der Schabbath heilig sein muß für die Ruhe des einzelnen und der Gesamtheit —, aber all das ohne ultimative Forderungen. Woher jedoch nimmt der Misrachi das Recht, über Palästina, über eine Generation von Menschen, die ich für wirklich treue Juden halte, die einen Glauben haben und deren Glaube mit dem des jüdischen Volkes sich deckt, in dieser Weise zu sprechen? Woher nimmt der Misrachi den Mut zu der Behauptung, daß in diesem Lande die Heiligtümer des Volkes in Stadt und Land entweiht werden? Woher nimmt er darf Recht, von dieser Tribüne des jüdischen Volkes von einer Gefahr für die Religion zu sprechen? Woher nehmen die Menschen der Religion und des Glaubens das Recht, zu verleumden? Sie kämpfen gegen die öffentliche Entweihung des Sabbaths —, darf man aber öffentlich eine Generation und eine Bevölkerung, die schöpferisch tätig ist, entweihen? (Stürmischer Beifall.) Spricht man so im Jahre 1935, wenn Massen von jungen Leuten, Arbeitern, Frauen, schöpferische Kräfte, sich in diesem Lande konzentrieren, streben, sich aufopfern, beweisen wollen, daß der Glaube an die Rettung des jüdischen Volkes fest gegründet ist? Wo nimmt man das Recht her, all das zu beleidigen? Wir haben die Erklärung des Misrachi in aller Ruhe angehört. Stil und Ton dieser Erklärung waren eine Herabwürdigung der Begeisterung und Aufopferung, des tiefen Glaubens einer Generation, die das Neue in Israel schafft, vielleicht die Verwirklichung der Lehre Israels ins Leben bringt. Im Namen der Wahrheit der Lehre Israels, seien Sie vorsichtig mit Ihren Worten! Wenn der Misrachi von Erscheinungen spricht, die vielleicht auch viele von uns verletzen, wenn Sie über Erscheinungen sprechen, die für

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