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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 203

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 203 (sequence 206)
Language
German, English, Hebrew
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Jaffe 203 das Licht des neuen Lebens in unserem Lande getragen hätte. Der Keren Hajessod hat in die Finsternis, in Not und Mühsal das Fest unseres schöpferischen Werkes in Palästina gebracht, lir war die Kraft, die unser Volk in allen seinen Teilen, Richtungen und Strömungen einte und zusammenfaßte, er verband Land und Volk. DAS JÜDISCHE DORF. Was aber hat der Keren Hajessod in unserem Lande, im Leben des Jischuw geleistet? Wir sprechen immer wieder über diese Dinge, und vielleicht sind sie Ihnen bekannt. Aber vor dem Versöhnungstage ruft man ja auch den Hohen Priester und spricht.zu ihm: „Vielleicht hast du etwas vergessen, vielleicht etwas nicht gelernt?" Und wirklich: wir haben über unsere Leistungen in den abgelaufenen 15 Jahren immer noch nicht genug gesprochen. Wir sind heute Zeugen eines Aufstieges und einer Bli'de in Palästina. Wir begrüßen freudig die vieler* Einwanderer, die Ausdehnung der landwirtschaftlichen Siedlung, das W achstum des jüdischen Schulwerkes, die Herrschaft der hebräischen Sprache im Munde unserer Kinder. AU das ist nicht von selbst geworden. Palästina ist nicht von selbst zu einer Zuflucht für die große Einwanderung aus Osteuropa und für die aus Deutschland fliehenden Juden geworden. Die Mühe der Chaluzim und das Pionierkapital haben den Weg gebahnt. Wie sähe es auf dem Lande in Palästina aus ohne unsere Siedlungen in den Tälern, ohne das Jordantal, den Emek Israel, den Emek Chefer und den Emek Sebulon, ohne den Scharon und unsere Dörfer im Gebirge Judäa, ohne den vom K.K.L. erlösten Boden, der die Grundlage unserer Arbeit schuf. Der Keren Hajessod hat das nationale pidische Dorf, das fest im Boden wurzelt, geschaffen, hat den jüdischen Bauern geschaffen, der durch seine Arbeit und Mühe unablöslich mit der Scholle verbunden ist, hat den Juden geschaffen, der den Weg zur Natur zurücküand, von der er in den Jahrtausenden der Wanderung losgelöst war und deren Kraft er nicht mehr kannte. Das jüdische Dorf, das wir auf dem Boden des K.K.L. geschaffen haben, ist etwas Neues, noch nie Dagewesenes in der jüdischen Kolonisation. Das jüdische Dorf hat die gemischte Wirtschaft entwickelt, die an die Stelle der einseitigen Wirtschaft getreten ist, mit der so viele Gefahren verbunden waren. Das jüdische Dorf hat neue Wirtschaftsformen und vervollkommnete Arbeitsmethoden geschaffen. Unsere Wirtschaft ernährt heute mit ihrer Produktion einen großen Teil des Jischuw. Unvergleichlich größer aber sind noch die Möglichkeiten des jüdischen Dorfes, die sich aus den Bedürfnissen des ständig wach senden Einwandererstromes ergeben. Unser Dorf war die landwirtschaftliche Vorbereitungssehule für den Jischuw, war Muster und Beispiel. Wie oft hat man nicht den Zusammenbruch unseres Dorfes und insbesondere der Kwuzah prophezeit. Alle Zweifel haben sich als hinfällig erwiesen. Unsere Kolonisation hat deutlich ihre Lebenskraft bewiesen. Fast alle unsere Siedlungen und insbesondere alle unsere Kwuzoth haben das abgelaufene Jahr mit Gewinnen abge-

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