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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 201

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 201 (sequence 204)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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iPeizmamt, Jaffe 201 und kulturell in Stücke gerissen. Sie haben das Hinterland, mit dem sie durch Arbeit und Geschäftsverkehr verknüpft waren, verloren, und ihre Wirtschaftskraft ist dahin. Atomisierung vernichtete ihre nationale Bedeutung. Ueberall wurden die Juden aus ihren wirtschaftlichen Positionen hinausgedrängt, ohne daß sich neue Positionen vor ihnen eröffneten. Hunderttausende von Juden siechen in Not und Hunger dahin. Völker und Staaten wurden erschüttert, aber jede Erschütterung traf besonders stark den kranken Körper des jüdischeit Volkes. Jede soziale Aenderung, und zwar nicht nur solche, die der Judenhaß gebar, sondern auch solche, die der Geist des Fortschrittes schuf und die häufig für das Volk, in dem wir lebten, ein Segen waren, zertrümmerten unser Volk, weil der Aufbau seines Lebens unnatürlich ist und keine Grundlage hat. Alle Pfeile, die irgendwo in der Welt abgeschossen wurden, haben sich gegen das jüdische Volk gewandt. \Wogen von Haß ergossen sich über unser Volk, Wellen von Gift und Feindschaft würgten unser Leben. Das Schicksal versperrte uns jeden Weg, und überall, wohin sich unser Volk in der Diaspora wandte, fand es am Hingang die Inschrift: „Wer eintritt, lasse jede Hoffnung fahren.tk Die Zerstörung von außen ergriff auch die Seele des Volkes: Assimilation und Flucht von der Front, Entfremdung vom Volke und seinen Zukunftshoffnungen. In den letzten Jahren ist seelisch eine Veränderung im Volke eingetreten. Die Tragödie, die über die deutsche Judenheit hereinbrach und alle Grundlagen ihres Lebens erschütterte, ergriff die Seele des Volkes. Auch Kreise, die sich dem Volke völlig entfremdet hatten, gehen den Weg dt v Umkehr. Aber der Weg ist noch weit, Unglück und Prüfungen sind jedoch nicht vergeblich gewesen. DIE ANFÄNGE DES K.H. Auch unsere Bewegung ist von starken Erschütterungen erfaßt worden. Wir erlebten Auflösung und Atomisierung, Angriffe auf unsere Hinheit und Organisation, die Sehnsucht und Schöpfung Herzls, die wir mit soviel Mühe aufgebaut haben, erlebten einen Kampf gegen unsere Fonds. Auch in unserm Lande sind in diesen Jahren starke Wandlungen eingetreten. Unser Weg hat über Höhen und Tiefen geführt. Wir erlebten Verfolgungen und Ueberfälle, deren Ziel die Zerstörung und Unterbrechung unseres Werkes war. Wir erlebten Tage der Mutlosigkeit und des wirtschaftlichen Niederganges. Viele verließen verzweifelt und verbittert das Land und trugen ihre Enttäuschung und ihre Unzufriedenheit in die Massen des Volkes, in die Diaspora hinaus. Die Reihen der Getreuen sind jedoch in allen Wandlungen und Prüfungen auf dem Posten geblieben, bis wir erneut zu einem Aufstieg unseres Werkes in Palästina gelangten. Unter solchen Verhältnissen haben wir den Keren Hajessod geschaffen. Stolz und Genugtuung, aber auch Sorge und Angst erfüllen uns in diesen Tagen. Der erste Aufruf des K.H. vor 15 Jahren forderte von dem Volke eine gewaltige Anstrengung, die in einer festen Selbstbesteuerung ihren Ausdruck finden müßte. Der Aufruf

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