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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 195

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 195 (sequence 198)
Language
German, English, Hebrew
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U ssischkin 195 mit jüdischem Geld 15.000 Dunam für die Araber auszutrocknen. Das ist eine Ausbeutung seitens der Regierung und eine innere Lüge angesichts der gegebenen Versprechungen (Beifall). Ich mache den Menschen aus unserer Mitte, die dieser Forderung zustimmen mußten, keinen Vorwurf. Welche Möglichkeit hatten sie, nicht zuzustimmen? Aber das ist ein Beweis für die Haltung der Regierung gegenüber dem fundamentalen Versprechen, bei der Grundlegung für den Bau unseres nationalen Heims zu helfen. Es ist überflüssig, Ihnen hier von all den Beschränkungen zu erzählen, die in der Bodenfrage bestehen, von all den Schwierigkeiten, die wir zu überwinden haben. Hier sitzen Menschen aus dem Emek, die die Geschichte der 3000 Dunam in Nahalat kennen, für welche wir schon vor 12 Jahren den ganzen Betrag gezahlt haben und auf denen trotzdem während dieser ganzen Zeit die Araber als Pächter geblieben sind, ohne uns auch nur einen Pfennig zu zahlen. Als aber zwischen zwei Gruppen der Araber ein Streit ausbrach, schickte die Regierung Polizei hin, verlangte Ersatz der Kosten, und wir waren gezwungen, diese Kosten zu tragen. Soviel über die Regierung! DIE SCHULD DER EXEKUTIVE. Jetzt zu den Zionistischen Exekutiven! Ich will — im Gegensatz zu dem, was ich über die Regierung gesagt habe — beileibe nicht behaupten, daß sie irgend etwas absichtlich vernachlässigt habe. Alle Exekutiven, die wir im Laufe der 17 Jahre hatten, verstanden ohne Zweifel das Bodenproblem ebenso gut wie wir — vielleicht sogar besser — und wollten alles Mögliche tun. Dennoch werfe ich ihnen vor, daß sie sich vom Strom der täglichen Forderungen fortreißen ließen und das Problem nicht in den Mittelpunkt ihres Interesses stellten,, von dem einzig und allein unsere ganze Zukunft abhängt. Alle Fragen bedeuten bei all ihrer Wichtigkeit nichts gegenüber der Frage: Bauen wir Erez Israel oder bauen wir Palästina? Bauen wir Erez Israel oder ein Land Ismael auf? Ich glaube, das letztere. Ich habe meine Klage schon in der A.C.-Sitzung vorgebracht und Ben-Gurion gab zu, daß hier eine Versäumnis vorliegt. Ich will aber noch einige Beispiele geben. Es gab verschiedene Beschränkungen des Einwanderungs-Schedules. Welchen Lärm machte man damals, welche Proteste hörte man in der ganzen Welt! Den Anstoß zu diesen Protesten gab die Zionistische Exekutive. Das ist ganz in Ordnung. Aber haben Sie von irgend einem Protest gehört, gegen all das, was seitens der Regierung in der Bodenfrage geschieht? Es genügt nicht, nur dann tätig zu sein, wenn ein Ung/lück über uns kommt. Gewiß, wenn es kommt, dann wenden wir uns andie Zionistische Exekutive. Shertok ist energisch, er fordert und handelt. Und wenn in London etwas nötig ist, tun es unsere Vertreter dort mit großer Hingabe. Aber das genügt nicht. Die Frage des Bodens muß im Mittelpunkt des Interesses stehen, auch dann, wenn kein plötzliches Unglück kommt. Ich wende mich also an die kommende Exekutive, die „Altneu-Exekutive", und sage ihr: Mit der Bodenfrage 18«

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