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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 190

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 190 (sequence 193)
Language
German, English, Hebrew
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190 6. Kongreß-Sitzung: Keren Kayemeth-Referat DIE ERFOLGE DES KEREN KAYEMETH. Wenn ich Sie mit Mitteilungen über das erfreuen wollte, was wir in den letzten Jahren getan haben, so hätten wir Stoff genug. Ich könnte Ihnen sagen, daß in den letzten zwei Jahren zwischen dem XVIII. und XIX. Kongreß unsere Einnahmen um 50 Prozent gestiegen sind (Beifall). In der Periode zwischen dem XVII. und XVIII. Kongreß haben wir rund 400.000 Pfund brutto und in den Jahren darnach, vom XVIII. bis zum XIX. Kongreß, ungefähr 600.000 Pfund gesammelt. Das ist ein großer Erfolg, und man kann sich darüber freuen. Ich könnte Ihnen erzählen, daß wir vor zwei Jahren, als die Preise viel niedriger waren als heute, 36.000 Dunam Boden erworben haben und in diesem Jahre, obwohl die Preise auf das Dopelte und mehr gestiegen sind, 32.000 Dunam gekauft haben, die bereits auf uns übertragen sind, und daß wir Vcr träge auf weitere etwa 30.000 Dunam abgeschlossen haben. Das ist: eine wichtige Tätigkeit, wenn wir nur an den T«g denken. Ich könnte Ihnen erzählen, daß in den vorigen zwei Jahren auf Boden des K.KJ 22 neue Siedlungspunkte, größere und kleinere, errichtet wurde«: und in den letzten beiden Jahren weitere 20 Punkte. Auch das ist ein Erfolg. Ich könnte Ihnen sagen, daß heute unser Bodenbesitz einschließ lieh der letzten Käufe, nicht eingerechnet dagegen die Verträge, au! 350.000 metrische Dunam, gestiegen ist, und wenn man in Betracht zieht, daß das Duinam-Maß früher um sechs Prozent kleiner war als der metrische Dunam, beträgt unser Bodenbesitz heute nahe an 400.000 Dunam (Starker Beifall). Wenn wir in Betracht ziehen, daß die gegenwärtige Leitung des K.K.L. vor 15 Jahren einen Bodenbesitz von weniger als 19.000 oder 20.00c Dunam übernahm, und daß er heute fast 400.000 Dunam beträgt, dann kann man sagen, daß im Verlauf der 15 Jahre der Bodenbesitz des K.K.L. von 20.000 auf 400.000 Dunam, also auf das Zwanzigfache gestiegen ist. Der in den 15 Jahren für Bodenerwerb verausgabte Betrag ist prozentual sogar noch höher; doch ist es nicht unser Verdienst, daß die Preise gc stiegen sind. ZU WENIG BODEN! Alles ist ausgezeichnet, und trotzdem möge mir mein Freund Ruppin> der seine Rede in optimistischem Tone geschlossen hat, verzeihen, wenn ich nicht in seinen Ton einstimme. Meine Stimmung ist nicht optimistisch, und heute, nach Erwerbung der 32.000 Dunam und dem Abschluß der Verträge, schlechter als vor zwei Jahren. Ich will Ihnen zwei Zahlen nennen. Alle kennen äie, spüren sie aber nicht: während der letzten fünf Jahre hat sich der jüdische Jischuw im Lande um 11 bis 12 Prozent im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung vermehrt. Vor fünf Jahren betrug der Prozentsatz der Juden im Lande 15, heute beträgt er wohl 26 Prozent; Ruppin sprach sogar von 27 Prozent. Das ist eine Steigerung von 11 bis 12 Prozent. Der Prozentsatz des Bodens, der den Jiiden gehört — ich spreche nicht vom nationalen Boden des K.K.L. allein, sondern von jüdischem Boden überhaupt, auch von

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