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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 189

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 189 (sequence 192)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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189 Sechste Kongreß-Sitzung. Donnerstag, 22. August 1935, nachmittags. Beginn der Sitzung: 16 Uhr 15 Min. Vorsitz: Präs. Dr. Ch. Weizmann. PRÄS.-SEKR. DR. G. HERLITZ verliest eine Reihe neu eingegangener Begrüßungsschreiben. VIZEPRÄS. DR. N. GOLDMANN: Gemäß § 9 der Geschäftsordnung des Kongresses müßte der Permanenz-Ausschuß bereits in der zweiten Sitzung des Kongresses gewählt worden sein. Ich ersuche also die Fraktionen, das Verzeichnis ihrer Mitglieder im Permanenz-Ausschuß schleunigst beim Präsidium einzureichen. VORS. PRÄS. DR. WEIZMANN: Das Wort hat nunmehr Herr Ussischkin zu seinem Referate über den Keren Kayemeth (Stürmischer Beijdil. Delegierte und Gäste erheben sich und bereiten dem Refereitr-% ten beim Betreten der TLribüne lang anhaltende Ovationen). REFERAT ÜBER LEISTUNGEN UND PROBLEME DES KEREN KAYEMETH. M. M. USSISCHKIN (A.C. - spricht hebräisch): Ich werde Ihnen nicht viel Zeit rauben, und zwar aus folgenden Gründen: erstens war es mir vergönnt, daß meine Arbeit in gewissem Maße von anderen geleistet wurde. Alle Mitglieder der Zionistischen Exekutive, die vor mir sprachen, Ben-Gurion, Brodetsky, Kaplan, Ruppin, jeder einzelne von ihnen hat in der oder jener Form über das Bodenproblem gesprochen. Zweitens — ich will es Ihnen offen sagen — empfinde ich es schon seit Jahren nicht mehr als notwendig, alles immer wieder zu wiederholen; denn seit Jahren schon weiß man, daß dies die wichtigste Frage ist, die Frage, die über die ganze Zukunft unseres Aufbaues entscheidet. Man hört mehr oder weniger aufmerksam zu, mitunter klatscht man Beifall, mitunter auch nicht, aber alles geht schon seit Jahrzehnten den ausgetretenen Weg; man glaubt, daß der K.K.L. seine Mitarbeiter hat, die Jugend, ernste Menschen dagegen sich mit dieser Frage nicht beschäftigen. Wenn es die Zionistische Exekutive trotzdem für ihre Pflicht hielt, die Dinge, mit denen man sich auf unserer Konferenz Tag und Nacht ernst befaßt hat, vor den Kongreß zu bringen und weiterhin erläutern zu lassen, so war ich natürlich gezwungen, zu gehorchen. Wie seit je, und von Jahr zu Jahr mehr, bin ich der Ueberzeugung/ daß die Frage Erez Israels einzig und allein die Bodenfrage ist. Ich betone: einzig und allein. Wenn wir Boden haben werden, wird alles andere gegeben sein, daran ist kein Zweifel. Wenn wir keinen Boden haben werden, dann wird nichts unseren Bau retten.

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