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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 179

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 179 (sequence 182)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9223-3485374
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Ruppin 179 ZUKÜNFTIGE SORGE FÜR DIE JÜDISCHEN EINWANDERER AUS DEUTSCHLAND. Die deutsche Abteilung hat den ersten 25.000 Juden aus Deutschland die Wege zu ihrer Einordnung in Palästina geebnet. Die nachfolgenden Einwanderer werden es in Anlehnung an die bereits vorhandenen wesentlich leichter haben. Die deutsche Abteilung hat die Rural and Suburban-Seülement-Company gegründet, eine Gesellschaft mit einem Kapital von 65.000 Pfund, welche die landwirtschaftliche und vorstädtische Ansiedlung des deutschen Mittelstandes fördern soll. Ich hoffe, diese Gesellschaft wird in der Zukunft nicht nur als Siedlungsgesellschaft für den Mittelstand aus Deutschland, sondern für den Mittelstand aus allen Ländern eine wichtige Rolle spielen können. Ebenso setze ich auf die von der deutschen Abteilung gegründete W asser gesellschaft die Hoffnung, daß sie sich zu der großen allgemeinen Wassergesellschaft entwickeln wird, die heute in Palästina noch fehlt. Handwerkskurse sind in Haifa und Tel Aviv eingerichtet worden und werden den deutschen Einwanderern vertragsmäßig auch in Zukunft zur Verfügung stehen. In Jerusalem wird die nach dem Tode ihres Gründers geschlossene Schule des Prof. Boris Schatz, „Bezalel", in Kürze mit Hilfe der deutschen Abteilung unter der Leitung von Josef Budko neu eröffnet werden und deutschen (und anderen) jungen Leuten die Erlernung eines Kunsthandwerkes ermöglichen. Die Mittel für soziale Hilfe sind für die nächsten zwei Jahre bereitgestellt. So hoffe ich, daß die Spuren der Zentralstelle nicht vergehen werden, auch wenn sie aus Mangel an neuen Mitteln vielleicht gezwungen sein wird, ihre Tätigkeit abzuschließen oder wesentlich zu verkleinern. UNSERE FREUNDE. Im Zusammenhang mit der Arbeit der Zentralstelle für die Ansiedlung deutscher Juden ist es mir ein Bedürfnis, dankbar anzuerkennen, daß wir in dieser Katastrophe nicht ganz olme Zeichen von Sympathie geblieben sind. Viele Regierungen haben sich, obwohl sie in ihrem eigenen Lande vor Krisis und Arbeitslosigkeit stehen, bemüht, die strengen Einwanderungsbeschränkungen etwas zu mildern. Dadurch haben mehrere tausend deutsche Juden in Frankreich, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Spanien, Belgien, den Vereinigten Staaten und Brasilien Zuflucht gefunden. Unsere besondere Dankbarkeit gilt einer Gruppe christlicher Freunde in England, die uns durch ihre Unterstützung für unser Hilfswerk den Trost gegeben haben, daß das Gefühl der Brüderlichkeit zwischen Menschen ohne Rücksicht auf Religion und Rasse in dieser haßerfüllten Welt noch nicht ausgestorben, ist. ZUSAMMENARBEIT MIT DER REGIERUNG IN WIRTSCHAFT¬ LICHEN FRAGEN. Wir sind für den wirtschaftlichen Aufbau Palästinas auf eine verdienstvolle Zusammenarbeit mit der Mandatsregierung angewiesen. 12«

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