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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 167

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 167 (sequence 170)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9211-3485362
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Ruppin 167 mit den landwirtschaftlichen Unternehmungen anderer Länder, und wir werden in alle Zukunft hinein auf der Wacht stehen müssen, damit unsere Siedlungen diesen Kampf siegreich bestehen. UNGENÜGENDES WACHSTUM DER JÜDISCHEN LANDWIRT¬ SCHAFT. Was mich mit besonderer Sorge erfüllt, ist, daß die Fortschritte in der Vermehrung der Zahl der jüdischen Landwirte nicht mit der Vermehrung der gesamten jüdischen Bevölkerung Schritt hält. Mir schwebt für die Juden in Palästina als Ideal eine Beruf s-Proporttori von ein Drittel Landwirtschaft, ein Drittel Industrie und Bauwesen und ein Drittel Handel, Touristik, freie Berufe vor. Aber der Anteil der in der Landwirtschaft erwerbstätigen Juden ist weit von dieser Proportion entfernt; er betrug bei der Volkszählung 1931 nur 15 Prozent und heute noch etwas weniger. Das ist ein viel zu schmaler Unterbau für eine in sich balancierte und gefestigte Volkswirtschaft. Die Landwirte sind nicht nur als Produzenten wichtig, sie sind auch die hauptsächlichen Kuinden für die Industrie, die ja heute im wesentlichen auf den Binnenmarkt angewiesen ist. Wir müssen alles daran setzen, um die landwirtschaftliche Basis der jüdischen Wirtschaftspyramide zu verbreitern, sonst werden wir in Palästina nicht tzu einem gesunden wirtschaftlichen Aufbau gelangen, sondern, wenn auch in geringerem Maße, die verhängnisvolle Berufsverteilung der Juden in der Galuth wiederholen. Wir haben heute viel größere Möglichkeiten für eine raschere Ausdehnung unserer Kolonisation als vor 25 oder noch vor 15 Jahren. Wir haben die Erfahrungen, wie die Wirtschaften einzurichten sind, wir haben vorgebildete Siedlungskandidaten, wir haben den Markt. 2300 Siedlungskandidaten als Irgunim oder als Kibbuzim sitzen bereits auf Nationalfondsboden und brauchen nur Darlehen vom Keren Hajessod, um ihre Wirtschaften aufzubauen. Diese Darlehen belaufen sich he,ute nicht wie früher auf 700 Pfund, sondern nur auf 300 bis 400 Pfund, da die Siedler selbst sich mit ihren Ersparnissen beteiligen und bereit sind, ihre Wirtschaft klein anJ zufangen und allmählich auszubauen. Der K.K.L. besitzt Boden, der noch nicht besiedelt ist, aber in nächster Zeit siedlungsreif werden und für die Ansiedlung von 2000 Familien ausreichen wird. Viele Tausend vorgebildete landwirtschaftliche Arbeiter warten darauf, diesen oder neu zu erwerbenden Boden vom J.N.F. zu bekommen. Der palästinensische Binnenmarkt bietet heute durch die große Einwanderung einen fast unbeschränkten Absatz für landwirtschaftliche Produkte. Bedenken Sie nur, daß im Jahre 1934 für a1/* Millionen Pfund landwirtschaftliche Produkte, darunter für 1,080.000 Pfund Getreide und Hülsenfrüchte nach Palästina eingeführt wurden, von denen wir den allergrößten Teil selbst erzeugen könnten. Von den 200 Litern Milch und Milchprodukten (Butter, Käse usw.), die pro Kopf der jüdischen Bevölkerung jährlich konsumiert werden, haben jüdische Produzenten im letzten Jahre höchstens ein Viertel geliefert; dagegen wur-

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