Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 168)
- Language
- German, English, Hebrew
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Rufpin 165 Nettobetrag, der durch die Orangenpflanzungen der jüdischen Wirtschaft jährlich zufließt, auf ungefähr i Million Pfund, den Nettobetrag aus den Produkten unserer Siedlungen einschließlich der Selbstversorgung unserer Siedler auf eine halbe Million und die sonstigen Einnahmen aus der jüdischen Landwirtschaft auf etwas mehr als eine halbe Million Pfund. Von den 250.000 Dunam Orangenpflanzungen in Palästina sind 150.000 Dunam in jüdischem Besitz. Vorläufig tragen nur etwa 50.000 Dunam jüdische und fast ebensoviel nichtjüdische Pflanzungen Frucht. Aber natürlich treten jedes Jahr neue Pflanzungen in das Stadium der Fruchttragung ein. Im Jahre 1940 wird Palästina statt der jx/2 Millionen Kisten, die es im vergangenen Jahre exportiert hat, mindestens 20 Millionen Kisten zu exportieren haben, wovon der größere Teil von jüdischen Produzenten stammen wird. Es ist klar, daß zur Schaf jung eines Marktes für dieses große zusätzliche Quantum gewaltige Anstrengungen notwendig sein werden, sowohl durch vermehrte Propaganda für die Jaffa-Orange in allen Absatzländern \vte durch sorgfältige Auswahl und Verpackung der Früchte und durch Verbilligung der Produktions- und Frachtkosten, zur Herstellung der Konkurrenzfähigkeit mit den anderen Orangen erzeugenden Ländern. Ein großer Teil dieser Aufgabe wird der Regierung zufallen, die im höchsten Maße daran interessiert sein muß, die Orangenausfuhr zu fördern, die mehr als vier Fünftel der gesamten Ausfuhr Palästinas beträgt und der einzige Lichtpunkt in der Handelsbilanz Palästinas ist. Gewisse Ansätze hierzu hat die Regierung schon gemacht; sie hat sich ferner in den letzten Jahren an den Kosten der Citrusabteilung unserer Versuchsstation beteiligt, die sich mit Schädlingsbekämpfung und den Problemen der zweckmäßigen Bewässerung und Düngung usw. befaßt. Aber meines Erachtens stehen diese an sich sehr dankenswerten Ansätze in keinem Verhältnis zu der Wichtigkeit, die diese Frage für die gesamte Wirtschaft Palästinas hat. IMPERIAL PREFERENCE. Ein schwerer Schlag für die Orangenpflanzung Palästinas ist es, daß es trotz der Rührigkeit unserer Orangen-Pflanzerverbände noch immer nicht gelungen ist, für die palästinensische Orange die Vorteile des Imperial Preference-Systems zu erhalten. Ich weiß, daß die Schuld daran nicht an der Mandatsregierung liegt, die gern bereit wäre, Palästina die Imperial Preference zu gewähren, sondern an dem Widerspruch einiger britischer Dominions und insbesondere an der Besorgnis, daß die Einräumung der Imperial Preference an Palästina alle übrigen Staaten des Völkerbundes zu gleichen Forderungen an Großbritannien verleiten würde. Es müssen trotz alledem weiterhin alle Anstrengungen gemacht werden, um in dieser Frage eine befriedigende Lösung herbeizuführen. DAS MINIMUM DER FLÄCHE DER EINZELFARM. Wir haben vor 15 Jahren als die für einen Siedler notwendige Fläche