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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 163

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 163 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9207-3485358
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Ruppin 163 Wir wollen alle Darlehen, die aus Geldern des Keren llajcssod zum Zwecke der Ansiedlung gegeben werden, über diese Gesellschaft leisten, die natürlich unter unserer Kontrolle stehen wird. Wir hoffen, auf diesem Wege größere Einheitlichkeit, Stetigkeit und Sachkunde in der Gewährung von Ansiedlungsdarlehen zu erzielen und in den Siedlern die Ueberzeugung zu stärken, daß es sich um bankartige Kredite handelt, deren pünktliche Rückzahlung dem Siedler nicht weniger obliegt als bei jedem anderen Darlehen. Später wird vielleicht die Kolonisationsgesellschaft auf Grund ihrer Einnahmen aus den Verträgen mit den Siedlern Darlehen aufnehmen und dadurch die Ansiedlungstätigkeit erweitern können. WICHTIGKEIT DES PSYCHOLOGISCHEN FAKTORS. Es ist das A und O meiner Erfahrung, daß jüdische landwirtschaftliche Kolonisation, die von Siedlern unter dem Drucke wirtschaftlicher Not lediglich aus materiellen Gründen begonnen wird, keinen dauernden Bestand hat. Die Geschichte der jüdischen Kolonisation in allen Ländern zeigt uns, daß der Jude, der nur ans wirtschaftlichen Gründen zur Landwirtschaft überging, bei einem Wechsel der wirtschaftlichen Verhältnisse sie jederzeit zu verlassen bereit ist. Für einen jüdischen Farmer in den Vereinigten Staaten ist seine Farm verkäuflich, sobald er dafür ein günstiges Angebot bekommt. Es besteht keine innere Gebundenheit an die Scholle, und wo sie die Elteri> nicht haben, kann sie sich auch nicht auf die Kinder vererben. Landwirtschaft muß dem Siedler mehr als irgendein Geschäft, mehr als eine bloße Existenzquelle sein, wenn er und seine Kinder dabei ausharren sollen; es muß die Ueberzeugung dazu kommen, daß er an einem Werke mitarbeitet, das nationalen Wert hat, daß von seiner Arbeit der Erfolg oder Mißerfolg einer großen Sache abhängt, die ihm teuer ist. Nur wenn es gelingt, diese Ueberzeugimg in unserem Siedlern aufrecht zu erhalten, werden wir den Bestand einer jüdischen Landwirtschaft auf Generationen hinaus sichern. Aus dieser Sachlage heraus haben wir uns in der Vergangenheit bemüht, in den Siedlern diejenigen Gefühlsmomente zu stärken, welche sie veranlassen, gegen den wirtschaftlichen Strom zu schwimmen und Härten auf sich zu nehmen, die ihnen in anderen Berufen erspart geblieben wären. Das taten wir in der Form, daß wir die Initiative der Siedler weckten und ihnen das Gefühl gaben, daß sie nicht Werkzeuge in unserer Hand, sondern gleichberechtigte Mitarbeiter an einem gemeinsamen Werke sind. Wenn ich auf etwas stolz bin, so ist es darauf, daß es mir gelungen ist, das Verhältnis gegenseitigen Vertrauens zwischen den Siedlern und der zionistischen Leitung aufrechtzuerhalten und in den Siedlern trotz aller Schwierigkeiten die Freude und die Begeisterung für ihr Werk nicht erlöschen zu lassen. Diese Begeisterung ist das wertvollste Asset, das wir in Palästina haben. Bis heute hat das Wort „Emek" in Palästina einen besonderen Klang; es ist das Zauberwort, das Tausende der heranwachsenden Generationen in Palästina dazu

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