Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 162)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ruppin 159 zu unseren Rassekühen! Und dabei erleben wir von Jahr zu Jahr eine weitere Ertragssteigerung. Vor wenigen Jahren schwebte uns ein Durchschnittsertrag von 3000 Liter als Ideal vor. Heute schreiben wir in das goldene Buch der Milchwirtschaften nur diejenigen Siedlungen ein» die 4500 * Liter Durchschnitt haben, und wir werden durch fortschreitende Selektion bald auch diesen unseren eigenen Rekord überholen. Aehnlich wie in der Milchwirtschaft ist der Fortschritt in der Geflügelhaltung. Die von uns importierte Leghornrasse hat die Ge^ flügelzucht auf ein neues Niveau gehoben und den durchschnittlichen jährlichen Ertrag von Eiern pro Huhn von 70 auf 170 gesteigert. Wir ernten jetzt als Resultat der Selektion aus den verschiedenen Weizensorten und infolge besserer Bodenbearbeitung 140 kg Weizen vom Dunam an Stelle der 60 kg, mit denen wir vor 25 Jahren begannen. Wir haben die Anpflanzung von Grapefruits und Obstbäumen mit Erfolg in Gebieten begonnen, in denen sie früher unbekannt war. Ueberall zeigt sich Fortschritt dank der nie rastenden Initiative und Intelligenz unserer Siedler und der wissenschaftlichen Arbeit unserer VersucJosstaiion. Der Bericht der Versuchsstation, der Ihnen vorliegt, gibt Ihnen einen Ueberblick über ihre Tätigkeit in den letzten fünf Jahren und zeigt Ihnen die Fülle der Probleme, mit denen sie ,sich zu befassen hat. In ähnlicher Weise geben wir Ihnen in dem Bericht der landivirtschaftlichen Abteihing der Jewish Agency, der von dem Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung, Herrn David Stern, verfaßt und mit vielen aufschlußreichen Tabellen versehen ist, ein Gesamtbild über die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftszweige seit dem Kriege. Ich weiß, daß Tabellen im allgemeinen nicht als interessante Lektüre gelten, aber ich empfehle Ihnen trotzdem das Studium dieser Tabellen, weil in ihnen die Quintessenz der Entwicklung unserer Siedlungen niedergelegt ist. Die Produktionssteigerung unserer Siedlungen kommt am besten darin zum Ausdruck, daß die Gesellschaft „Tnuwah", welche die Produkte unserer landwirtschaftlichen Siedlungen vertreibt, im vorletzten Jahre für 209.000 Pfund, im letzten Jahre für 291.000 Pfund Produkte unserer landwirtschaftlichen Siedlungen verkauft hat und wahrscheinlich in diesem Jahre nicht weit unter 500.000 Pfund bleiben wird. Die* Zahl unserer Siedlungen ist seit 1920 von 5 auf 50, die Bevölkerung der Siedlungen von 180 auf 11.000 gestiegen. Rechnet man hierzu die Kibbuzim, die bereits auf Keren Kayemeth-Boden sitzen» aber zum Ausbau ihrer Wirtschaften noch Kredite des Keren Hajessod brauchen, so zählen wir etwa 90 Siedlungspunkte mit 18.000 Seelen. DIE KRITIKER. Seit Beginn unserer Kolonisation ist nicht nur von Antizionisten, sondern auch von Zionisten unsere Arbeit kritisiert worden. Ich will nur einige Hauptangriffspunkte herausgreifen: