Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 158)
- Language
- German, English, Hebrew
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Goldmann, Ben-Schern, Großmann 155 wird; in dieser Pause wird eine Sammlung für den Keren Kayemeth zur Ehrung Motzkins durchgeführt werden. ISRAEL BEN-SCHEM (Weltverein. Allg. Zion., Zranssylvanien — hebräisch): Ich verlange, daß die Ankündigungen des Präsidiums in hebräischer Sprache erfolgen (Beifall). VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Wir wollen über diese Frage keine prinzipielle Debatte führen. Ich gebe jedoch die Versicherung, daß das Präsidium dieser Bitte Rechnung tragen und sich bemühen wird, die Sitzungen hebräisch zu führen. Wenn es notwendig ist, wird « man Uebersetzungen in andere Sprachen vornehmen. MEIR GROSSMANN (Judenst.. A.C. — jüdisch): Als Mitglied des Präsidiums des früheren Aktionskomitees möchte ich feststellen, daß ein einstimmiger Beschluß darüber gefaßt wurde, den Ordnern das Tragen von Uniformen zu verbieten und daß Präsident Motzkin diesen Beschluß verkündet hat. (Zwischenruf BEN-SCHEM: Warum sprechen Sie nicht hebräisch? Wie wird man im Judenstaat sprechen?) MEIR GROSSMANN: Ich will in einer Sprache sprechen, die alle verstehen. VORS. DR. N. GOLDMANN: Jedes Mitglied des Kongresses hat das Recht, die Sprache, in der es sprechen will, selbst zu bestimmen. Ich kann hier keinen Zwang ausüben. Herr Großmann, ich sagte Ihnen bereits, daß das Präsidium am Nachmittag zu der Frage Stellung nehmen wird; in diesem Momente und bei diesem Stande der Frage kann ich Ihnen das Wort nicht geben. MEIR GROSSMANN: Ich frage an, auf welche Weise es bei unserer Geschäftsordnung möglich ist, einen solchen Antrag einzubringen. Wenn Sie mir die Möglichkeit geben, eine Resolution einzubringen, die das Tragen von Uniformen verbietet, so werde ich eine solche Resolution sofort begründen. VORS. DR. N. GOLDMANN: Ich wiederhole: das Präsidium wird heute hierzu die Möglichkeit geben. MEIiR GROSSMANN: Noch eine Frage (Heiterkeit) wegen der Fahne: ich muß darauf aufmerksam machen, daß dieser Frage alle anderen Parteien sehr viel Aufmerksamkeit schenken. Es ist eine Taktlosigkeit vom Kongreßbureau, daß es nicht zwei Fahnen im Saale angebracht hat... VORS. DR. N. GOLDMANN: Ich weise den Ausdruck „Taktlosigkeit" auf das entschiedenste zurück; das Kongreßbureau, das schwere Arbeit tut, verdient eine solche Behandlung wahrhaftig nicht. MEIR GROSSMANN: Ich nehme das Wort zurück; ich wollte sagen, daß es ein Mangel an Aufmerksamkeit sei. VORS. DR. N. GOLDMANN: Der Sinn eines Kongreßpräsidiums, in dem sämtliche Fraktionen vertreten sind, ist, daß jedes Mitglied