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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 149

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 149 (sequence 152)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow 149 DR. VICTOR JACOBSOHN, dessen Name mit der Entwicklung unserer Organisation eng verbunden ist. Mehr als dreißig Jahre hat der Heimgegangene die Fülle seiner Kenntnisse unserer Organisation gewidmet und ihr große Dienste auf verschiedenen Gebieten geleistet. Er war in strengem Pflichtgefühl erzogen, aber die Natur hatte ihm auch ein klares, heiteres Gemüt geschenkt, daß er auch das Ernste in leichte, anmutige Form zu kleiden wußte. Er diente unserem Volke, unserer Organisation und dem Palästinaaufbau mit Pflichtgefühl, Ehrlichkeit und Geradheit, die jedoch, mit einem feinen Gefühl für Aesthetik und mit außerordentlichem T*akt gepaart waren. Seine stille, emsige Arbeit als Staatsmann, seine Neigung zum goldenen Mittelweg, sein ästhetisches Gefühl und sein tiefes Verständnis für die westeuropäische Kultur, die sich in ihm mit Hingabe und Opferwilligkeit für das zionistische Ideal vereinigten, machten ihn zu einem der einflußreichsten Vertreter unserer Organisation auf verschiedenen Posten, in Beyrouth, Konstantinopel, Genf und Paris. Mit besonderem Fleiß, mit viel Ausdauer und mit seltenem Feingefühl, das bei seinen diplomatischen Verhandlungen von großer Bedeutung war, war der Entschlafene von Jugend an eine der wichtigsten Stützen unserer Organisation. Seine ausgezeichneten Fähigkeiten, seine publizistische Begabung, sein unermüdlicher Schaffensdrang befähigten ihn, einen bedeutsamen, großen Anteil an der Entwicklung zionistischer Aufklärungsarbeit zu nehmen. Durch seine Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit ist es ihm gelungen, db Freundschaft maßgebender Kreise für unsere Sache zu gewinnen. Der Mann, der uns als langjähriges Mitglied des Aktionskomitees und als Mitglied der Exekutive seit dem letzten Kongreß ein lieber Kollege war, der sanfte, schmiegsame Mann* ist zu unserem großen Schmerz dahingegangen. Ganz sanft und still schied er von hinnen, als sollte niemand merken, daß er diese Welt verlasse. Sein Bild wird uns unvergeßlich sein. Ehrfurchtsvoll betrauern wir den Tod eines Freundes Herzls, des Mitgliedes des ersten Engeren Aktionskomitees und früheren Vorsitzenden des Keren Kayemeth, JOHANN KREMENETZKY. Er war ein Mann von außerordentlicher Tatkraft, während seines ganzen Lebens bereit, bei der Arbeit der Zionistischen Organisation und dem Aufbau von Erez Israel mitzuhelfen. Er war Ratgeber und Kritiker, Gründer und Initiator, ein Kollege und Freund, der mit freudiger Begeisterung für das jüdische Palästina Opfer brachte. Er hat Großes auf dem Gebiete der Industrie geleistet. Länger als ein Menschenalter hat er emsig gearbeitet, gekämpft und gesiegt, und Ehre und Ruhm fielen ihm zu. Er war ein treuer und aufrechter Jude. Bei aller Mühsal und Sorge, bei all seinen vielen Geschäften und großen Erfolgen war er geistig und innerlich von einem starken Wunsche erfüllt: Zion. . . Er war sein ganzes langes Leben lang ein Muster von Emsigkeit und

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