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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 148

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 148 (sequence 151)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9192-3485343
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na 4. Kongreß-Sitzung: Totenfeier krank war und daß wir damit zu rechnen hatten, Schmarjahu Lewin werde uns bald, früher oder später, entrissen werden. Und dennoch — als die Nachricht kam, waren wir fassungslos vor Schmerz. Als die Nachricht, die wir befürchtet hatten, kam, krampfte sich unser Herz zusammen. Der Heimgegangene war mit einer Menschenfreundlichkeit begnadet, die ihm alle Herzen gewann. Wohin sich sein freundliches Auge wandte, wohin er sein strahlendes, leuchtendes Wort richtete, weckte er Liebe und Vertrauen. Mit Schmarjahu Lewin verband unser Volk nicht nur die Ehrfurcht, die dem Führer gezollt wird, nicht nur die Verehrung, die die Menge klugen und weisen Männerp gegenüber empfindet, sondern vor allem die Liebe, die sich ein Mensch nur durch Ehrlichkeit, Treue und Aufrichtigkeit erwirbt. Wer von uns fühlte sich nicht durch ihn erhoben, freute sich nicht des erhabenen, strahlendein Geistes des Heimgegangenen, seines warmen, von den Visionen der Nation erfüllten Herzens? Sein heiteres, freies, einfaches und natürliches Wort erfüllte den Geist des jüdischen Studenten in seinem Studierzimmer, des jüdischen Künstlers in seiner Werkstatt, des Rabbiners in der Synagoge, des Kaufmanns in seinem Laden, des Handwerkers bei seinem Gewerbe mit freudiger und erhabener Stimmung. Er erweckte in weitesten Kreisen Interesse und Verständnis für den jüdischen Nationalismus und den Zionismus. Er hat für unsere Fonds Rieseinbeträge aufgebracht und in den jüdischen Massen das Verständnis für den Aufbau von Erez Israel geweckt. Er half, den Juden die Erkenntnis ihres Wertes und ihres Wesens zu geben, das jüdische Ansehen zu heben und die Schätze unserer Literatur zu bereichern, und zwar nicht nur durch seine gemeinsame Arbeit mit ßialik bei der Errichtung des Buchverlages „Dwir", sondern auch durch seine wertvollen eigenen Schriften. Wo ein jüdisches Herz schlägt, da war der Name Schmarjahu Lewins gekannt und gefeiert. Man liebte diesen Mann, der eine glühende, gottbegnadete Seele besaß. Man bewunderte seine tiefe Intuition, seine klare Logik, die Vielfalt seiner Lebenserfahrung, die hinreißende Kraft dieses größten jüdischen Redners und vor allem seinen goldenen Humor. Er hat gesunde, starke Saat gesät, die noch nach Jahren gesegnete Früchte tragen wird. Sie werden nicht welken, wenn auch die Hand des Sämanms sank. So wird Schmarjahu Lewin im jüdischen Volk weiterleben. Es war ihm noch vergönnt, das Aufblühen Erez Israels zu sehen. Er hat viel Liebe geerntet. So viel tiefe, aufrichtige Liebe des jüdischen Herzens ward selten einem jüdischen Führer entgegengebracht. Für den Heimgegangenen war das die wertvollste Ernte. Denn er wußte das jüdische Herz und den Menschen zu schätzen. Schmarjahu Lewin ist in Erez Israel zu seinen Vätern versammelt worden. Tief ist die Wunde, die sein Verlust uns geschlagen hat. Wir werden Schmarjahu Lewin nie vergessen; er ist in eine Welt gegangen, in der die Saat der Zeit zu Früchten der Ewigkeit reift. Sein Andenken sei gesegnet! In tiefer Trauer und tiefem Schmerz betrauern wir den Tod von

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