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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 147

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 147 (sequence 150)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9191-3485342
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Sokotow 147 und der neuen Ideen erschütterten seine eigene Welt nicht. Seine Liebe zu seinen Eltern ließ ihn den ganzen Kreis lieben, der die Eltern umgab, ließ ihn in die Kultur eindringen, in der sie lebten, und es ist ungewöhnlich rührend, zu sehen, wie dieser aufgeklärte Mensch, dieser Sohn unserer Zeit sich voll Liebe in das Streben und Wirken vergangener Geschlechter vertiefte, um den Charakter Israels zu ergründen, den reinen "Kern des ursprünglichen jüdischen Familienlebens und den Glanz des Thorastudiums zu enthüllen. In seinen unsterblichen poetischen Kunstwerken, in denen sich die Schönheit Israels und seiner nationalen Sprache in ihrem unvergleichlichen Glänze offenbarte, entwirft der gottbegnadete Dichter ein farbenreiches Bild der jüdischen Vergangenheit, gestaltet er die Tragik der Galuth und die herrliche Perspektive der nationalen Zukunft in Erez Israel. Er weist die kommenden Geschlechter auf die Pflicht hin, die das Erbe der Vergangenheit ihnen auferlegt. Bialiks Größe bestand nicht in seinem Genie allein. Es gibt etwas, das größer ist als sein Genie: die Art und Weise, wie er sich seiner bediente. Bialik stellte sich mit allen seinen gottbegnadeten Fähigkeiten in den Dienst seines Volkes. Selbst der kleinste Gedanke strömte bei ihm aus jüdischem Empfinden und jüdischem Denken, rief zu jüdischer Tat auf. Niemand hat tiefer als er über die Aufgaben der hebräischen Renaissance in Erez Israel nachgedacht, niemand war mehr bereit, sich vollkommen dieser geistigen Arbeit zu widmen und gleichzeitig jedes selbständige, mutige Streben zu unterstützen. Sein überlegener Geist, seine klare Auffassung, seine zielbewußte, rastlose Arbeit haben führend zur Entwicklung von Erez Israel und besonders von Tel Aviv beigetragen. Er war aber nicht nur ein großer Dichter, sondern vor allem auch ein guter Mensch im unendlichen Umfang dieses Wortes, ein guter Mensch in Wille und Tat, in Kraft und Güte, in Initiative und Leistung, in Unerschrockenheit und Gerechtigkeit, in Hoheit und Hingabe. Er war herzensgut und teilnahmsvoll, die moralische Säule des neuen Jischuw und im vollsten Sinne des Wortes: Vater der Jungen und treuer, Berater und Freund der Alten. Chaim Nachman Bialik ist von uns gegangen, für das jüdische Volk aber lebt er weiter in seinem Werke* in der Renaissance der5 hebräischen Sprache, deren Aufgabe in dieser* Zeit er mit seinem erhabenen Geiste so tief erfaßt und für die er so hartnäckig gekämpft hat. Uns lebt er im schrankenlosen Glauben und in der Hingabe an das Volk Israel und das Land Israel fort. Das ist sein heiliges Erbe; wir werden es treu bewahren! In tiefer Trauer stehen wir vor der Bahre von DR. SCHMARJAHU LEWIN, der von uns allen geliebt und verehrt war. Obwohl nicht ganz unerwartet, hat die Nachricht vom Tode des Lieblings unseres Volkes wie ein Blitzschlag in der jüdischen Welt gewirkt. Wir alle, die ihm nahestanden, waren darauf vorbereitet, wir wußten, daß er schwer 10*

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