Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 145)
- Language
- German, English, Hebrew
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142 j. Kongreß-Sitzung: Wirtschaftsreferat Verbindung zwischen der A.P.B, und der Zionistischen Organisation hoch einschätzte. Diese Verbindung, die man in den vergangenen Jahren als ein Hindernis für die Tätigkeit der Bank ansah, erwies sich in den letzten Jahren als großer Vorteil auch für unsere kommerziellen Geldinstitute. DER AUFSTIEG UNSERER FONDS. Während der letzten Jahre gelang es uns, dem Niedergang in den Einnahmen der Fonds ein Ende zu machen, und es begann der Aufstieg. Ich habe Zahlen über das Wachstum der Einnahmen des KAI. angeführt; es gab auch in den Einnahmen des K.K.L. einen sichtlichen Aufstieg. Im Jahre 5693 betrugen die Nettoeinnahmen 125.000 Pfund, im Jahre 5694 bereits 170.000 Pfund, im Jahre 5695 werden sie auf über 200.000 Pfund steigen. Die Vergrößerung der Einnahmen des K.K.L. machte es ihm möglich, die Summen zu vergrößern, die er in der Erwerbung von Böden anlegt. Wenn wir jedoch unsere Tätigkeit an der gipßen Einwanderung und den uns obliegenden Aufgaben messen, sehen wir, wie schwach, wie weit entfernt wir noch von der Erfüllung der notwendigsten Aufgaben sind. Ich habe bereits früher erwähnt, daß, während die jüdische Bevölkerung in den letzten 17 Monaten um 30 Prozent gestiegen ist, unser Bodenbesitz nur um 7 bis 8 Prozent größer geworden ist. So stehen heute vor uns bedeutsame Fragen; über sie hat Herr Ben-Gurion gesprochen. MOBILISIERUNG GROSSER MITTEL. Wir können unsere Aufgabe nur durch Mobilisierung großer Mittel verwirklichen. Wenn wir mit einer Alijah von 50.000 Menschen rechnen und ein Viertel oder auch nur ein Fünftel aufs Land bringen wollen,, müssen wir jedes Jahr wenigstens 1000 Familien ansiedeln, und dazu brauchen wir ein Ansiedlungsbudget von 350.000 bis 400.000 Pfund pro Jahr. Die Entwicklung des Lebens im Lande schafft auch einen inneren Markt für diese Wirtschaften, und selbst zur Befriedigung der Bedürfnisse des bestehenden Jischuw fehlen uns noch einige tausend ländliche Wirtschaften. Im Emek Chefer, in Judäa und im Scharon setzten sich in den letzten Jahren einige hundert Familien auf dem Boden fest. Sie schweben bereits eine Reihe von Jahren in wirtschaftlicher Hinsicht zwischen Leben und Tod. Während dieser Jahre wurde durch einige Institutionen im Lande (Nir, Arbeiterbank) eine Kreditgewährung an diese Siedler durchgeführt. Es wurde der Versuch der „Ansiedlung der Tausend" durch die Pflanzungsgesellschaft gemacht, an deren Spitze Herr Dr. Hexter steht. Diese Gesellschaften haben zweifellos sehr Bedeutsames geleistet, aber gerade der Versuch dieser Jahre, die auch für die Landwirtschaft Jahre der BlütQ waren, hat untrüglich bewiesen, daß bei geschäftlichen Anleihen mit einem Zinsfuß von 7 bis 8 Prozent und für kurze Fristen eine Landwirtschaft nicht bestehen kann. Wie in der ganzen Welt, kann auch in Ercz Israel die Landwirtschaft nur mit Hilfe von Regierungs- oder