Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 143

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 143 (sequence 146)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3476254-3476292--9187-3485338
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kaplan 143 nationalem Kapital bestehen, das für viel längere Zeit und zu ganz niedrigen Zinsen gewährt wird. Das Kolonisations-Departement hat auf den Kongreß ein Verzeichnis von 2200 Familien aus verschiedenen Kreisen und Ständen mitgebracht, die schon auf dem Boden sitzen und von denen jede einzelne im Verlaufe dieser Jahre von 100 bis 200 Pfund investieren konnte; für die Entwicklung dieser ihrer Wirtschaften und ihre Festigung ist jedoch noch ein Gesamtbetrag von einer halben Million Pfund notwendig. Außer diesen 2200 Familien gibt*es noch eine Liste von 1000 Familien, die Ansiedlungskandidaten und in verschiedenen Organisationen vereinigt sind. Sie haben auch bereits begonnen, von ihrem Arbeitslohn für ihre Ansiedlung zu sparen. Für die Mehrzahl von ihnen hat der K.K.L. bereits Boden. So hat er gemeinsam mit dem Kolonisations- Departement beschlossen, noch in diesem Jahre einige Gruppen von Siedlern auf dem Boden in Beth Schean anzusiedeln, um den Boden zu okkupieren, der später der Ansiedlung von 350 Familien dienen kann. Für 3000 Familien ist die Frage eines Ansiedlungsbudgets besonders akut. Ihre Ansiedlung würde die Zahl der jüdischen landwirtschaftlichen Siedler im Lande verdoppeln, und wir stehen vor der Aufgabe, die großen Mittel zu mobilisieren, die für die Durchführung dieses Projektes in den nächsten Jahren erforderlich sind. Bei der Festsetzung unseres Budgets sind wir verpflichtet, mit den tatsächlichen Einnahmen zu rechnen, und der Kongreß muß alles tun, was in seiner Macht steht, um die Tätigkeit zu Gunsten der Fonds zu stärken. Gleichzeitig mit dieser Tätigkeit müssen wir neue Mittel suchen, neue Bundesgenossen, um die Realisierung dieses Kolonisationsplanes zu ermöglichen. Die Leitung hat beschlossen, neue Instrumente zu schaffen, die ihr bei der Mobilisierung der notwendigen Mittel behilflich sein sollen. Wie bekannt, haben wir drei W asser gesellschqften errichtet: zwei Gesellschaften im Emek und eine allgemein^ Gesellschaft mit Hilfe der Abteilung für die Ansiedlung der deutschen Juden. Durch Vermittlung der beiden Gesellschaften im Emek erhielten wir von der Imperial Chemical Industries eine Anleihe zur Fertigstellung der Bewässerung im Emek. Wir führen jetzt Verhandlungen wegen einer neuen Anleihe durch Vermittlung der dritten Wassergesellschaft. Diese Anleihe muß größer sein. Von der Bedeutung der Bewässerung und der Aufdeckung von Wasserquellen brauche ich wohl hier nicht sprechen, nachdem bereits Herr Ben-Gurion diese Frage behandelt hat und auch Dr. Ruppin in seinem Referate auf sie zurückkommen wird. EINE KOLONISATIONSGESELLSCHAFT. Wir haben ferner beschlossen, den bereits vor zehn Jahren gefaßten Kongreßbeschluß auf Errichtung einer Kolomsationsgesellschaft zu verwirklichen, und diese Gesellschaft wird nach Aufstellung eines Jahres¬ oder Halbjahresplanes durch den Kongreß und die Exekutive ihre Kolonisationstätigkeit praktisch durchführen. Wir denken daran, diese Gesellschaft als Aktiengesellschaft zu errichten, mit Gründeraktien,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.