Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 135

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 135 (sequence 138)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476292--9179-3485330
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

, Kaplan 135 die vor uns steht, ist die Vorbereitung der Einwanderer aller Gattungen für die Heimstätte, eine Vorbereitung in jedem Sinne. Auch in der Frage der Sprache bedarf es einer weitreichenden Tätigkeit. Wir befinden uns im Lande inmitten einer Flut von Sprachen und vor der Gefahr, daß einer die Sprache des anderen nicht versteht. Wir müssen den Einwanderer dafür vorbereiten, im Lande ein Bürger mit weitgehenden Rechten zu sein. Wir müssen ihn für die schweren Aufgaben vorbereiten, vor denen er steht. Die Aufgaben der Eroberung stehen in dieser Stunde vor uns in einer viel schärferen Form als in den früheren Jahren. Die Eroberung der Arbeit in allen Zweigen unseres Wirtschaftslebens ist die Grundbedingung für unsere Zukunft im Lande. Nur eine chaluzische Jugend wird die Basis für ein jüdisches Leben in Erez Israel erweitern können. Aber der Name Chaluz legt schwere Pflichten auf, und die Zionistische Organisation muß die Herrschaft über die Alijah, über die Vorbereitung des Menschenmaterials, über die Auswahl der Menschen gewinnen und auf diese Tätigkeit nicht nur organisatorische, sondern auch große finanzielle Mittel verwenden. In den letzten Jahren wurde auf dem Gebiete der H achschar ah nichts getan. Insbesondere ließ man die landwirtschaftliche Hachscharah außer acht. Zugleich mit der ideologischen und kulturellen Erziehung müssen wir auch die landwirtschaftliche Hachscharah erweitern. In den Budgetvorschlag für das nächste Jahr haben wir gewisse Summen für diesen Zweck aufgenommen. Ich weiß, daß die in Betracht kommenden Beträge nicht ausreichen, trotzdem ist darin ein Fortschritt gegenüber der Vergangenheit zu sehen. UNSERE EINNAHMEN. Jetzt zur finanziellen üätigkeii. Die Tätigkeit, die auf dem Gebiete der Gesundung der Finanzwirtschaft im Laufe der letzten beiden Jahre vor sich ging, ist den Delegierten bekannt, und ich halte es nicht für nötig, diese Dinge zu wiederholen. Einzelheiten können Sic auch im Rechenschaftsbericht über die Finanzen der Agency finden. Die letzte Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees bewilligte für das Jahr 5695 ein Budget von 329.000 Pfund. Unter Hinzurechnung der Sondereinnahmen außerhalb des regulären Budgets, in erster Linie der Einnahmen für das Bureau zur Ansiedlung der deutschen Juden, erreichten die Gesamteinnahmen in diesem Jahre eine halbe Million Pfund. Wir schätzten damals die voraussichtlichen Einnahmen des Keren Hajcssod auf eine Viertelmillion Pfund. Im Jahre 5694 stiegen die allgemeinen Einnahmen des Keren Hajessod, ohne Berücksichtigung der Sondereinnahmen für bestimmte Zwecke, wie für die Ansiedlung der deutschen Juden, von 160.000 Pfund auf etwa 200.000 Pfund. In diesem Jahre ist es noch schwer, den Umfang der Einnahmen des Keren Hajessod genau zu bestimmen, aber es scheint, daß an Stelle der angenommenen Summe von 250.000 Pfund die Einnahme nur 230.000 Pfund betragen wird. Die Veringerung der Einnahmen gegenüber der Schätzung in diesem Jahre ergab sich hauptsächlich in Amerika. Ueber die Art der Organisierung der Kampagne in Amerika wird die Finanz-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.