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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 132

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 132 (sequence 135)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9176-3485327
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132 j. Kongreß-Sitzung: W;irtschaftsreferat zu fassen. Theoretisch stand nur ein kleiner Teil der Bewegung zu dieser Theorie, aber verschiedene Teile bedienten sich ihrer in der Praxis. Das wurde deutlich sowohl auf politischem Gebiete, als auch im Verhältnis zu den Fonds. Viele hielten es für richtig, sich von jeder positiven Tätigkeit für die Fonds und der Erfüllung ihrea Pflichten gegen sie zu befreien. Dieselben Teile hielten es sogar für richtig, aktiv gegen die Fonds zu kämpfen und Parallelfonds zu gründen. Wir stehen in schwerem Ringen, im entscheidenden Stadium des Kampfes um den Bau unserer Heimstätte. Jedes Jahr, jeder Monat, die vergehen, ohne daß wir in sichtbarem Maße unsere Position verstärken, ist für das Volk ein schwerer Verlust, und niemand weiß, wie lange Zeit uns noch für eine ausgedehnte, ungehinderte Tätigkeit gegönnt ist. In diesem Kampfe kann nur eine große, organisierte Kraft Erfolg haben. Wir sind eine freiwillige Organisation, wir haben keine Macht des Zwanges, aber gerade deshalb ist die Pflicht für jeden einzelnen noch größer. Wer auf das Schicksal dieser Organisation Einfluß nehmen will, muß auch ihre Autorität anerkennen und: sich ihren Beschlüssen beugen. Die Zionistische Organisation ist auf dem Prinzip der Gleichberechtigung aufgebaut. Dieses Prinzip ist das oberste in unserer gesamten Tätigkeit, aber wer ein gleichberechtigter Bürger sein will, muß nuch das Joch der Pflichten auf sich nehmen. Der Passus auf dem Seh ekel über die Disziplin ist nur der äußere Ausdruck für den Kamp' um diese staatsbürgerliche Erkenntnis in unserer Bewegung, um die Festigung und Belebung der zionistischen Bewegung, und wir können mit gewisser Befriedigung die Ergebnisse dieses Kampfes konstatieren, die ihren Ausdruck in den Wahlen zum Kongreß gefunden haben. Dies ist der erste Kongreß, der eine Million Schekelzabler vertritt, und bei dem sich an den Wahlen nahezu 700.000 Personen beteiligt haben. Wenn man Rußland und noch einige Länder in Betracht zieht, die infolge äußerer Bedingungen von uns losgerissen sind, so kann man sagen, daß 25 bis 30 Prozent der erwachsenen jüdischen Bevölkerung in der ganzen Welt direkten Anteil an diesem Kongreß genommen haben; in einigen Ländern, wie Palästina, Galizien, Litauen, beteiligte sich .an den Wahlen die überwiegende Mehrheit der erwachsenen Juden. Diese Tatsache hat gewaltige moralische Wirkungen und große politische Bedeutung. Die Erfolge der Schekelaktion in diesem Jahre und die Wahlen machten auch in nichtjüdischen Kreisen starken Eindruck, aber wir dürfen uns damit nicht zufrieden geben. Dies ist nur der Beginn für die Wiederbelebung und Aktivierung der Zionistischen Organisation. Wir können und müssen in die zionistische Bewegung immer weitere Kreise hineinziehen. Wir müssen die Hunderttausende von Schekelzahlern und Wählern in eine organisierte Gemeinschaft verwandeln, wir müssen eine Zionistische Organisation aufrichten, die aktiv, einig und wach ist während aller Tage des Jahres. Heute findet die Einheit der Zionistischen Organisation nur im Kon greß, im A.C. und in der Exekutive ihren Ausdruck. Die Zusammengehörigkeit aller Zionisten zeigt sich nur bei den Kongreßwahlen,

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