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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 131

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 131 (sequence 134)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9175-3485326
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Kaplan 131 wird, vor allem ein Schutz gegen U ebersclnvemmung mit fremden Waren, wenn der Zoll wenigstens den Preis der eingeführten Ware dem der im Lande selbst hergestellten Ware angleicht. Ich kenne die gesetzlichen Schwierigkeiten, die auf diesem Gebiete für die Regierung im Zusammenhang mit dem bekannten Paragraphen des Mandats bestehen. Aber wir sind sicher, daß viel geschehen könnte, wenn die Regierung diesen Fragen die gebührende Aufmerksamkeit schenken würde. Ich möchte betonen, daß in den letzten Jahren auf diesem Gebiete manches geschehen ist, aber immer nur in zufälligen Einzelfällen. Wir haben als Erbe von der Türkei ein Zollsystem übernommen, das den Bedürfnissen der modernen Wirtschaft ganz und gar nicht entspricht. In diesem System führt die Regierung von Zeit zu Zeit Aenderungen ein, doch was wir jetzt brauchen, ist eine grundlegende Aenderung des ganzen Zollsystems. Die Zionistische Exekutive wird diese Fragen als eine der wichtigsten Aufgaben ihrer künftigen Tätigkeit ansehen müssen. Starke Klagen haben wir gegen die Regierung in der Bodenfrage zu erheben. Ben-Gurion hat zwar auseinandergesetzt, daß die Zahl der Regierungsböden nicht groß ist, aber andererseits hängt es von der Regierung ab, in welchem Umfange wir Boden kaufen können. Auf diesem Gebiete gibt es viele Schwierigkeiten, und die zukünftige Exekutive wird das Bodenproblem allen ihren Aufgaben voranzustellen haben. Wir haben große Forderungen an die Regierung auf dem Gebiete unseres wirtschaftlichen Lebens, und wir hoffen, daß unsere systematische Tätigkeit im Laufe der Zeit Früchte tragen wird. Aber gleichzeitig müssen wir uns darüber klar sein, daß in den nächsten Jahren auf keinen Fall aktive Hilfe der Regierung beim Aufbau unseres Landes zu erhoffen ist, jene so notwendige Hilfe beim Aufbau der Heimstätte; diese Hilfe müssen wir selbst mit unseren eigenen Kräften sichern; den Boden müssen wir kaufen, die Wirtschaft müssen wir selbst aufbauen. Wir müssen eine starke nationale Kraft schaffen, die auf allen Gebieten unseres Lebens wirken und das Land auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiete so weit wie möglich entwickeln kann. Das ist das Ziel, das sich die Exekutive beim Eintritt in die Arbeit gesetzt hat, und in dieser Richtung bemühte sie sich während der letzten beiden Jahre zu arbeiten. NEÜ-AUFBAU DER ZIONISTISCHEN ORGANISATION TUT NOT! Zur Erfüllung dieser Aufgaben mußten wir vor allem unsere Z/onistische Organisation festigen, sie befähigen, Angriffe abzuweisen und zu handeln. In den letzten Jahren ist die Zionistische Organisation gewissermaßen vogelfrei geworden. Es wurde sogar die Theorie aufgestellt, daß die Existenz einer einheitlichen Zionistischen Organisation mit staatlichen Machtbefugnissen nicht nötig sei, sondern die Zionistische Organisation solle eine Föderation von Parteien darstellen und nur, soweit die Parteien untereinander übereinkommen, solle diese Zionistische Organisation die Möglichkeit haben, bindende Beschlüsse 9*

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