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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 130

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 130 (sequence 133)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9174-3485325
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130 j. Kongreß-Sitzung: Wirtschaftsreferat von größter Bedeutung für die Aufnahme neuer Einwanderer. Unsere Industrie hat noch große Möglichkeiten. Im Vergleich mit der Steigerung der Inlandsproduktion ist der Import von ausländischen Fertigflabrikaten noch stärker gestiegen. Er betrug 1932 4V2 Millionen Pfund, x933 Millionen und 1934 10 Millionen Pfund. Der Wert des Imports von Fertigfabrikaten gleicht ungefähr dem Werte der palästinensischen Industrieproduktion. Nach manchen Schätzungen könnte die jüdische Industrie Palästinas bei entsprechender Entwicklung und Schutz seitens der Regierung die Hälfte des gegenwärtigen Imports ersetzen, d. h. 75 Prozent des industriellen Bedarfs Palästinas decken. In anderen Ländern, auch in den Ländern, die Erez Israel benachbart sind, erhält die Industrie aktive Hilfe von der Regierung. Bei uns muß man mit Bedauern konstatieren, daß die Industrie nicht einmal jenes Schutzes teilhaftig wird, der ihr in allen Ländern der Welt gewählt wird, selbst in England, dem Lande der Mandatsregierung, wo immer die Freihandelstheorie herrschte. Unser Land ist mit ausländischen Waren überschwemmt, es leidet tinter schwerem Dumping. Viele Importwaren werden bei uns zu Preisen verkauft, die nicht nur viel niedriger sind als die in den Herstellungsländern geltenden Preise, sondern sogar niedriger sind als die Herstellungskosten der Waren in den Ursprungsländern. Ein Beispiel: Die Tonne Schrauben kostet in Deutschland oder der Tschechoslowakei 51 Vi* Pfund. Die Herstellungskosten betragen dort 31V2 Pfund pro Tonne. Dieselben Schrauben kosten, aas Deutschland oder der Tschechoslowakei bezogen, in Palästina 22— 27 Pfund pro Tonne. Der Einfuhrzoll für sie kostet in Frankreich 2H Pfund, in Deutschland 16, in England 10, in Palästina aber nur 4 Pfund. Der Itrfport Palästinas wird immer größer. Im Jahre 1934 erreichte er 15 Millionen Pfund, in diesem Jahre nähert er sich schon 20 Millionen Pfund. Erez Israel wird ein wichtiger Markt für alle Länder der Welt, aber wir werden mit Waren überschwemmt und erhalten für sie oft keine Kompensation. Nur in wenigen Ländern macht der Wert des palästinensischen Imports einen nennenswerten Prozentsatz des Exportwertes aus. Im Jahre 1934 betrug dieser Prozentsatz in England 60 Prozent, in Deutschland 36 Prozent, in Holland 31 Prozent. In den meisten Ländern ist er jedoch äußerst gering: in Rumänien 6 Prozent, in der Tschechoslowakei 2 Prozent, in Polen 6 Prozent, in Oesterreich weniger als 2 Prozent, in Rußland nahe an 6 Prozent; Japan, wo der Export nach Palästina im Jahre 1934 etwa 600.000 Pfund betrug, kaufte in Palästina nichts, ebenso die Türkei, deren Export nach Palästina etwa eine halbe Million Pfund beträgt. Jetzt ist die Frage des Exportes nach den erwähnten Märkten vor allem wichtig für die Pflanzungswirtschaft. In der Industrie selbst sank der Export von 1933 bis 1934 von 6 Prozent des Wertes der Produktion Palästinas auf 5 Prozent. Für die Entwicklung der Industrie, die im Aufbau des Landes eine immer wichtigere Rolle spielt, haben Handelsverträge und eine richtige Zollpolitik eine entscheidende Bedeutung. Unsere Industrie kann sich nur entwickeln, wenn ihr ein entsprechender Schutz gewährt

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