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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 117

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 117 (sequence 120)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodetsky 117 grundlage und Zusammenarbeit mit den Arabern zu erreichen, und des Bedürfnisses nach guten Beziehungen zwischen den Juden, die das nationale Heim aufbauen, und den an der Zukunft Palästinas wirtschaftlich und politisch interessierten Mächten muß festgestellt werden, daß auch in Zukunft die Basis unserer Arbeit unsere Verbundenheit mit Großbritannien sein wird. Obgleich wir dabei nicht in jedem Falle freie Wahl haben, wird gesunder Menschenverstand und Einsicht von uns die Fortsetzung dieses Weges verlangen. Das bedeutet freilich nicht, daß wir zu allen Zeiten die von der Mandatarmacht vorgeschriebene Politik zu akzeptieren hätten. In der Vergangenheit mußten wir wiederholt gegen die Politik der Mandatarmacht kämpfen, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, daß wir, sollte sich diese Notwendigkeit in der Zukunft erneut ergeben, nicht bereit sein werden, erneut zu kämpfen, so ungern wir es auch tun. Aber man kann der Politik Großbritanniens in einem bestimmten Punkte Widerstand entgegensetzen und trotzdem später wieder mit ihm zusammengehen. Es erschien mir immer als ein interessantes Charakteristikum unseres Verhältnisses zu England, daß der große Kampf von 1930 uns im britischen politischen Leben mehr Freunde mit weit größerem Verständnis für unsere Ziele und Notwendigkeiten schuf, als wir vor der Krisis besaßen. Das englische Volk erwartet von uns keine Unterwerfung; im Gegenteil, es achtet und bewundert Energie, Entschlossenheit und Bestehen auf fundamentalen Rechten, wenn diese Eigenschaften von einem Gefühl für Würde, von Ausgeglichenheit und richtigem Augenmaß begleitet sind. GEGEN UNEINIGKEIT UND DISZIPLINLOSIGKEIT! Das zweite, was ich sagen möchte, wurde bereits so oft gesagt, daß es beinahe geschmacklos ist, es erneut zu wiederholen. Aber leider muß es wiederholt werden und gerade jetzt mit mehr Nachdruck als je zuvor. Ich kann nicht verstehen, wie in dieser Zeit unvergleichlicher Krisen im jüdischen Leben und ungeahnter Möglichkeiten in Palästina das Judentum in einer katastrophalen Weise, wie sie noch nie da war, unter sich uneinig sein kann. Es ist ein Hohn auf unseren gesunden nationalen Verstand, wenn man sieht, wie unsere Kräfte in alle Richtungen des Kompasses auseinanderstreben, jeder nach einer anderen Richtung zieht. Ist das Judentum wirklich unfähig zu einer vereinten nationalen Anstrengung? Der Zionismus ist bei weitem die größte Kraft im heutigen Judentum, die einzige konstruktive Kraft auf nationaler Basis. Aber der Zionismus ist auch heute noch nicht frei von Gegnern: Da sind viele, die sich von der bürgerlichen Assimilation nicht frei machen können; viele, die sich in eine proletarische Assimilation verirrt haben; viele, die sich uns als eine verirrte religiöse Opposition entgegenstellen; viele, die die Richtigkeit der zionistischen Diagnose der Judenfrage zwar anerkennen, aber jedes nichtpalästinensische Hirngespinst den gediegenen Leistungen und weiten Aspekten unserer palästinensischen Arbeit vorziehen; viele, die den Wert un-

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