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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 116

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 116 (sequence 119)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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116 j. Kongreß-Sitzung: Politisches Referat unserm Ziele zuschreiten. Hieraus ergeben sich gewisse praktische Konsequenzen. In erster Linie müssen wir unsere politische Maschine erweitern. Unsere politische Front befindet sich in London, in Jerusalem, in Genf, in den meisten großen Weltstädten. Ich besitze heute eine siebenjährige, ununterbrochene "Erfahrung der politischen Arbeit in London, bei gleichzeitiger Verantwortung für unsere Arbeit in Genf und für unsern Kontakt mit den andern politischen Zentren. Die Londoner politische Exekutive muß sich heute mit zahlreicheren und komplizierteren Problemen befassen als je zuvor, und der Kongreß sollte angesichts unserer gegenwärtigen großen Möglichkeiten und großen Verantwortung der Londoner Exekutive die Menschen und die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die erforderlich sind, um mit dem Colonial Office zu verhandeln und den Kontakt mit den politischen Kreisen der britischen Hauptstadt, mit der britischen Presse, der britischen öffentlichen Meinung und mit den vielen an unserer Arbeit in Palästina interessierten Ländern aufrechtzuerhalten und zu verstärken. Der Mittelpunkt jüdischen Interesses muß sich notwendigerweise mehr und mehr nach Palästina verlagern. Das ist gut und wünschenswert; es ist in der Tat unser letztes Ziel, aber ich warne den Kongreß vor der Tendenz, die Bedeutung der großen jüdischen Massen in der Galuth und Londons als des politischen Zentrums unserer Arbeit und unseres Einflusses außer acht zu lassen. Aus dem, was ich früher über die wirtschaftlichen Probleme gesagt habe, geht klar hervor, daß Palästina für viele Länder von Wichtigkeit geworden ist. Daß es im Zusammenhang mit den britischen Verbindungslinien strategisch wichtig ist, ergibt sich ohne weiteres aus einem Blick auf die Landkarte. Daß in Palästina viele Probleme entstehen, welche sich aus den politischen Beziehungen der Mächte entwickeln, ist allgemein bekannt. Es ist daher klar, daß äußerste Vorsicht notwendig ist, wenn man sich mit den politischen Fragen beschäftigt, die aus diesen jeweiligen Beziehungen entstehen und unsere nationale Position beeinflussen können. Probleme der Vorherrschaft im Mittelmeer, der Kolonisationsmöglichkeiten in Afrika, des Verhältnisses der großen russischen Macht zu England und zu Frankreich müssen notwendigerweise die Richtung unserer politischen Beziehungen in der Zukunft in gewissem Maße bestimmen. Wenn es weiterhin wahr ist, daß die Zukunft der Menschheit abhängt von den Beziehungen zwischen der Hälfte der Menschheit, die in Süd- und Ostasien lebt, und dem vierten Teil der Menschheit, welche die westliche Welt Europas und Amerikas bildet, dann muß uns klar sein, welche ungeahnten Möglichkeiten sich in Palästina eröffnen, das im Schnittpunkt dreier Kontinente und der großen Weltverkehrswege liegt. Ich will nicht versuchen, Ihnen ein Bild zu geben, wie sich diese gewaltigen Probleme entwickeln werden, es gibt jedoch zwei Dinge, welche hier gesagt werden müssen. Das erste von ihnen ist das folgende: Unter gebührender, Berücksichtigung unterer Wünsche und Hoffnungen, eine Verständigungs-

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