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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 115

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 115 (sequence 118)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodetsky 115 teil für die Araber zu erbringen, und daß das, was wir in Zukunft tun werden, ebenfalls von großem Vorteil für unsere arabischen Nachbarn sein wird. Nur Parteiverblendung kann den großen Fortschritt leugnen, den die Araber als Ergebnis unserer Arbeit erzielt haben. Araber, die es ablehnen, mit uns zusammenzuarbeiten, tun es im vollen Bewußtsein, daß sie die Vorteile, die wir dem Lande bringen, genießen werden, ob sie mit uns zusammenarbeiten oder nicht. Es gibt jedoch gewisse grundlegende Prinzipien, die hier nicht in die Waagschale geworfen werden können. Wir können nicht auf unser Recht auf Einwanderung, unser Recht auf direkten Bodenerwerb, auf einen nationalen Status und alles, was diesen nationalen Status charakterisiert, verzichten. Wir waren jederzeit und sind auch jetzt bereit, zusammen mit der Regierung und den Arabern sorgfältig all das zu prüfen, was geschehen kann, um die Zusammenarbeit zwischen Juden und Arabern zu gewährleisten. Wenn sich dabei irgendeine Form von Selbstregicrung ergeben sollte, wird niemand mehr erfreut sein als die Juden; denn ivir Juden sind ein demokratisches Volk und glauben an demokratische Einrichtungen sowohl zugunsten unserer Nachbarn als auch für uns selbst. Es ist jedoch keine Demokratie, uns eine feindliche Majorität aufzuzivingen, es ist keine Demokratie, die jüdische nationale Heimstätte zu gefährden, ohne die wir keine Zukunft als Volk haben, ohne die Palästina selbst eine sehr dunkle Zukunft hat. Unsere arabische Politik bleibt, wie sie war, nämlich Palästina zum Vorteil von Juden und Arabern aufzubauen, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um dort für jedermann glückliche Bedingungen zu schaffen, um den Aufbau Palästinas zu einem gemeinsamen Werk zu machen, an dem alle, die daran interessiert sind, teilnehmen sollen, vorausgesetzt, daß die für die Schaffung der jüdisch-nationalen Heimstätte erforderlichen Grundlagen für uns in vollem Maß gesichert sind. UNSERE STELLUNG ZU ENGLAND. Nunmehr darf ich mich wohl den allgemeineren Aspekten der politischen Lage zuwenden. Soweit es sich um die englische öffentliche Meinung handelt, brauchen wir, glaube ich, kaum aktuellen Widerstand gegenüber der Politik der jüdischen nationalen Heimstätte zu befürchten. Die Dinge haben sich weit über solche primitive Gesichtspunkte hinaus entwickelt. Es scheint überdies immer mehr erkannt zu werden, daß die geographische Lage Palästinas diesem Lande einen wichtigen Platz in Englands eigener Interessensphäre einräumt. Wenn uns gegenüber Widerstand zum Ausdruck gebracht wird, so beruht er auf der Frage, in welchem Ausmaße die jüdisch-nationale Heimstätte in Großbritanniens eigenem Interesse liegt. Die Antwort hier* auf kann unter anderm durch den Hinweis auf zwei Faktoren gegeben werden: das Ausmaß, in dem Großbritannien davon überzeugt ist, daß die Partnerschaft zwischen ihm und dem jüdischen Volke zum gegenseitigen Vorteil für beide Teile ist, und das Ausmaß, in dem England bereit ist, es uns zu ermöglichen, daß wir schnell und sicher 8*

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