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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 114

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 114 (sequence 117)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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114 j. Kongreß-Sitzung; Politisches Referat wir alles Mögliche. Die politische Kommission wird hierüber Einzelheiten zu hören bekommen und die Richtlinien für die nächste Exekutive festzusetzen in der Lage sein. Nicht leichten Herzens setzen wir der Einsetzung eines Gesetzgebenden Rates in Palästina kompromißlosen Widerstand entgegen. Wir haben viele Beschwerden gegen die Mandatarmacht und die Pal^stinstregierung, aber trotz dieser Beschwerden ist es wahr, daß während der letzten Jahre unter der Leitung des gegenwärtigen High Commissioners und der an der Spitze des Colonial Office stehenden Personen ein wesentlich höheres Maß gegenseitiger Zusammenarbeit auf der Grundlage eines wesentlich höheren Maßes von Verständnis für das, was wir in Palästina tun, erzielt wurde. Unsere Politik der Kooperation mit der Mandatar macht bleibt bestehen, und ich hoffe, daß sie unter allen Umständen unerschüttert bleiben wird. Eine Legislative besteht in einem Lande zu dem Zwecke, um es den Einwohnern zu ermöglichen, mit der Regierung in der Förderung der Interessen des Landes zusammenzuarbeiten. Wir sind jedoch davon überzeugt, daß die Interessen Palästinas durch die Einrichtung eines gesetzgebenden Rates nicht gestärkt oder gefördert werden. Im Gegenteil: die rasche Entwicklung, die Palästina jetzt zu verzeichnen hat, wird behindert und gefährdet werden. Die Araber haben immer wieder erklärt, daß der Sinn eines Gesetzgebenden Rates der sei, ihnen als Mittel dafür zu dienen, um dem jüdischen Nationalheim Widerstand entgegenzusetzen und die Wirkung der Balfour-Deklaration sowie des Mandates zunichte zu machen. Wo gibt es in der Welt ein einziges Land, in dem eine Legislative eingerichtet wird, zu der die Majorität mit der erklärten Absicht kommt, die Verfassung, auf der die Regierung des Landes beruht und die Legislative selbst begründet ist, zu zerstören. Ein Gesetzgebender Rat im gegenwärtigen Stadium der Entwicklung Palästinas bedeutet Behinderung und Gefährdung des bemerkenswerten Fortschrittes, von dem alles in Palästina abhängt. Er bedeutet Ermutigung der Agitation und der Aufstachelung der Araber gegen die Juden, bedeutet die Festlegung des Status einer Minorität für die Judenheit in Palästina, der völlig unvereinbar ist mit der Konzeption der jüdischen nationalen Heimstätte, bedeutet die verfassungsmäßig festgelegte Erstarrung Palästinas, während der Hauptzweck des in Palästina eingesetzten Regimes die Förderung des Wachstums des Landes mittels jüdischer Einwanderung und Arbeit war. UNSERE STELLUNG ZU DEN ARABERN. Uns ist oft gesagt worden: „Ihr Juden beteuert dauernd Eure Freundschaft für die Araber. Aber Worte genügen nicht. Ihr müßt etwas Konkretes tun, um die arabische Freundschaft sicherzustellen, etwas, was einen klaren und direkten Vorteil für die Araber bringt. Laßt sie einen Gesetzgebenden Rat haben, wenn sie ihn so dringend ^wünschen." Unsere Antwort darauf ist, daß sehr vieles, vielleicht alles, was wir tun, darauf gerichtet ist, einen klaren und direkten Vor-

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