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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 113

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 113 (sequence 116)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodetsky 113 Widerstand entgegengesetzt hat, und ich freue mich, daß sich die Regierung entschlossen hat, von der beabsichtigten Maßnahme Abstand zu nehmen. Kein Staat kann einen Menschen entnaturalisieren, der als Staatsbürger geboren wurde. Und was Palästina betrifft, so gibt es nicht nur viele naturalisierte Juden, die keine Möglichkeit haben, sich in einen anderen Staat zurückzubegeben, sondern es ist auch sicher der wirkliche Inhalt der Idee eines Nationalheims, daß ein in Palästina naturalisierter Jude die Rechte erwirbt, die in vollstem* Ausmaße mit dem Staatsbürgerrecht eines Eingeborenen verbunden sind. DAS PROJEKT DES LEGISLATIVE COUNCIL. Der Status der Juden in bezug auf Einwanderung und Staatsbürgerschaft bedarf noch einer vollen gesetzlichen Verankerung, aber das größte Problem, das mit der Frage des Status der Juden verknüpft ist, ist das der Falästinaverfassung. Wir sehen uns erneut dem Vorschlag gegenübergestellt, einen Gesetzgebenden Rat in Palästina einzuführen. Diese Frage ist von Mal zu Mal aktueller und brennender geworden. Im Jahre 1922 wurde die Gefahr durch die Weigerung der Araber, sich an den Wahlen zu beteiligen, beseitigt; im Jahre 1929 wurde sie durch die auf die Unruhen folgende Reaktion aus dem Wege geräumt; im Jahre 1930 erschien der Gesetzgebende Rat wieder auf der Bildfläche, doch führte die politische Lage damals zu seinem Verschwinden; im Jahre 1932 erklärte der gegenwärtige Oberkommissär in Genf, daß die Regierung die Angelegenheit wieder aufnehmen würde, sobald die Munizipalitäten, die damals gerade eingesetzt wurden, arbeitsfähig wären. Im Spätjahr 1934 erschien die Frage erneut auf der Tagesordnung, als der High Commissioner London besuchte, sie wurde jedoch abermals vertagt. Wir haben unsererseits jede mögliche Gelegenheit ergriffen, um das jüdische Volk davon in Kenntnis zu setzen, daß die Frage nicht von der Bildfläche verschwunden ist, und bei der letzten Tagung des Aktionskomitees in Jerusalem haben Mitglieder der Exekutive so deutlich wie möglich zum Ausdruck gebracht, daß die Schaffung des Gesetzgebenden Rates nur vertagt ist und mit dieser Gefahr in naher Zukunft von neuem gerechnet werden muß. pie Gefahr steht heute vor uns.. Ich gehe davon aus, daß kein Delegierter irgend einen Zweifel über die Haltung der Exekutive in dieser Angelegenheit haben kann. Denn in jedem Stadium, in den Jahren 1929, 1930, 1932, 1934, 1935, immer, wenn die Einsetzung des Gesetzgebenden Rates von der Regierung behandelt wurde, brachten wir klar zum Ausdruck, daß wir dem Projekte, nicht zustimmen könnten. Unsere Haltung war entschieden und fest. Wir erklärten wiederholt, daß wir einem Gesetzgebenden Rate Widerstand entgegensetzen würden und an ihm nicht teilnehmen können, und ich bin sicher, daß die Regierung unsere Haltung sehr wohl versteht. Meine Kollegen in Jerusalem, die Herren Ben Gurion und Shertok, hatten in dieser Hinsicht eine besonders schwierige-und verantwortungsvolle Aufgabe. Auch in London taten 9

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