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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 111

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 111 (sequence 114)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9155-3485306
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Brodetsky III ist, seinen inneren Markt gegen Dumping zu verteidigen oder Verhandlungen über Ausfuhrmärkte für seine Produktion zu führen. Diese Frage wurde in den Sitzungen des Völkerbundsrates und in der Ständigen Mandatskommission mehrfach behandelt. Unzählige Versuche wurden gemacht, um diesen absurden Zustand zu beseitigen, aber alle Bemühungen blieben fruchtlos, und alle wissen, daß bestimmte Staaten, insbesondere Japan, sich des Grundsatzes der offenen Tür zum Nachteil der Einwohner Palästinas in einer Weise bedienen, welche die wirtschaftlichen Interessen des Landes gefährdet. Auch die Erleichterung, die infolge des Austrittes gewisser Staaten aus dem Völkerbund in letzter Zeit dadurch eingetreten ist, daß diese nun nicht mehr wirtschaftliche Gleichberechtigung als Mitglieder des Völkerbundes fordern dürfen, wurde dadurch zunichte gemacht, daß diese Staaten in diesem Punkte Sonderverträge mit Großbritannien haben, unabhängig davon, ob sie Mitglieder des Völkerbundes sind oder nicht. Ist es möglich, daß diejenigen, die das Mandatssystem vorgeschlagen und eingeführt haben, die Absicht hatten, Palästina einer solchen hilflosen Situation auszusetzen? Es ist unmöglich anzunehmen, •daß der Völkerbund, dessen Pakt auf das Mandatssystem als auf eine „heilige Aufgabe der Zivilisation" Bezug nimmt, mit dieser heiligen Aufgabe beabsichtigte, jedem Völkerbundsmitglied freie Hand dahin zu lassen, Palästina durch rücksichtslose Ueberschwemmung mit Waren auszubeuten, und daß dieses Privileg auch anderen Mächten zugute kommen soll, die nicht einmal Mitglieder des Völkerbundes sind. Ich möchte mich nicht mit der Frage beschäftigen, ob es gerecht und fair ist, Kolonialgebiete als Quellen für Rohmaterialien und als Ausbeutungsmöglcihkeiten für „zivilisierte" Völker zu behandeln. Palästina ist ein modernes Land mit einem hohen Stand der Zivilisation, mit ländlichen und städtischen Industrien geworden, welche die gleichen Rechte haben, deren sich irgend eine unabhängige Macht erfreut. Palästina wird jedoch schlimmer als eine Kolonie behandelt; denn zu der Ungerechtigkeit der „offenen Tür" kommt noch die Verweigerung ebr „Imperial Preference", deren sich die britischen Kolonien erfreuen. Es ist die Pflicht der Mandatarmacht und des Völkerbundes, diese Angelegenheit in Ordnung zu bringen und nicht zuzulassen, daß Palästina einem wirtschaftlichen Ruin entgegentreibt, indem es gleichzeitig die Uebel eines Koloniallandes und eines Nichtkoloniallandes zu tragen hat. Ich habe den Kongreß mit dieser Erörterung des Problems der Märkte Palästinas aufgehalten, weil es von grundlegender Bedeutung für unsere Arbeit ist, und um ferner darauf hinzuweisen, daß einige augenscheinlich einfache Heilmittel, welche in letzter Zeit in weiten Kreisen erörtert werden, der Sache nicht ganz gerecht werden und ihrem Wesen nach gefährlich sind. Es würde zweifellos einige bedeutsame Vorteile bringen, wenn man Palästina endgültig in das British Empire einbeziehen würde, aber welche wirtschaftliche Vorteile es auch immer bringen mag, es wäre sehr gefährlich, den gegenwärtigen politischen Status Palästinas zu ändern. Die Exekutive hat alles, was in ihren Kräften stand, getan, um diese Situation zu beheben. Der

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