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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 107

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 107 (sequence 110)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Hnxietsky 107 preise gegen den Keren Kaycmeth und die privaten jüdischen Ansiedler •erhöht und dadurch die Entfaltung einer natürlichen Alijah gehindert! Gegenwärtig ist die Lage so, dalJ unser Bodenbesitz im Lande nur etwa ein Viertel des Prozentsatzes der Juden unter der Gcsamthcvöl kerung betragt. Im Laufe des letzten Jahres wurden unsere Hoden durch eine sehr wichtige Hache im Gebiete von llule vermehrt, und wir müssen der Regierung und insbesondere dem High Commissioner danken, ilalJ sie uns beim Lrwerb dieses Hodens geholfen haben. Die Meinungen dar über, ob die Bedingungen, unter denen uns diese Konzession erteilt wurde, günstig sind, sind freilich geteilt. Der Preis für die Konzession ist allerdings hoch, aber die Juden hätten die Uchcrt ragung der Kon Zession vor acht oder zehn Jahren vielleicht um die Hälfte desi gegen wältigen Preises erhalten können. Das diene als Illustration dafür, wie viel wir durch den Aufschub verlieren. Ja, noch mehr ein beträcht lieber Teil dieser Höden wird nach ihrer Trockenlegung und Vorbereitung für eine dichte Hesiedlung den Arabern übergeben werden. Doch mag der Preis sein, wie er wolle, die Erwerbung dieses wichtigen (i: bietes für jüdische Siedlung in naher Zukunft ist ein großer Schritt nach vorwärts. Die Uebergabe einer beträchtlichen Hodenfläche an die Araber ist für uns in politischer Hinsieht wichtig, denn dadurch he seiligen wir im voraus die* Gefahr der Beschuldigung, daß wir die Araber von ihrem Boden vertreiben. Schließlich muß im Zusammen hang mit dieser Ucbertragung die wichtige Kundgebung bewertet werden, die der High Commissioner über den jüdischen Aulbau Lrez Israels an uns gerichtet hat. Pür uns ist sie freilich nur eine alte Wahrheit, aber es ist wichtig, daß auch die obersten Behenden im Staate diese Wahrheit verkünden und daß die Araber verstehen und sich überzeugen, wie groß ihr Gewinn aus unserer Arbeit ist. 'Protz alledem bleibt die Bodenfrage ungelöst. Bloße Deklarationen gegen die Bodenspekulanten weiden uns dem Ziele nicht näherbringen. Theoretische Diskussionen darüber, ob die Verhältnisse es zwangsläufig machen, daß der Bodenpreis in einer Zeit steigt, da die Nach frage größer ist als das Angebot, oder ob die großen Summen, die für Böden bezahlt werden, ein Verlust an nationalen Geldmitteln sind oder nicht, haben keinen Wert. Die wichtige Präge ist: Wie ist es möglich* unseren /Junger nach linden zu stillen, um die Ansiedlung von Juden nicht zu verzögern? Der Keren Kaycmeth investiert große Mittel in seine Arbeit, und wir wollen hoffen, daß er in Bälde die für seine Zwecke nötigen Geld mittel aufbringt. Aber es sind noch andere radikalere Mittel notwendig. Im Westen von Hrez Israel und jenseits des Jordans gibt es große Bodenflächen, die auf die Lntwicklung durch die Juden warten. Die arabischen Einwohner, die auf diesen Böden sitzen, blicken mit Neid auf unsere Erfolge im Scharon, in der Schcfclah und im Rmek. Dieser Kongreß wird sieh mit allem notwendigen Hrnst mit der Bodenfrage befassen und praktische Pläne ausarbeiten müssen, die sich auf das nationale und zugleich auf das private Kapital sowie

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