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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 103

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 103 (sequence 106)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9147-3485298
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Brodetsky habe, sondern nur mit Palästina als solchem, sodaß also die jüdische Einwanderung nach Palästina von der jüdischen Not in Polen, Deutschland usw. nicht beeinflußt werden könnte, versteht man heute schon, daß es nicht nur eine historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina gibt, wie das im Mandat festgestellt wird, sondern daß es auch einen logischen Zusammenhang zwischen der Lage der Juden in der Welt und der Erfüllung der Mandatsverpflichtung in beziig auf das jüdische Nationalheim in Palästina gibt. Seit dem letzten Kongreß haben wir uns mit der Regierung in London und Jerusalem oftmals über dieses Thema unterhalten, und ich glaube sagen zu dürfen: die Ereignisse der beiden letzten Jahre haben gezeigt, daß unsere Vorstellungen ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Für den Kongreß ist es jedoch wichtiger, an die Zukunft zu denken und zu überlegen, wie es möglich ist, dort Erfolge zu erzielen, wo wir bisher keine zu verzeichnen haben. Hier möchte ich nur die wichtigsten Probleme in ihren Hauptzügen beleuchten; die komplizierten Details und die unzähligen kleineren Probleme möchte ich der politischen Kommission des Kongresses zur Beratung überlassen. Der Begleitbrief (covering letter) zu unserem Bericht an die Ständige Mandatskommission vom Mai 1930 enthält folgenden Satz: „Es kann kein Nationalheim geben ohne Menschen und Boden." Diese Formulierung stellt eine glückliche Verbindung der beiden Hauptprobleme unseres Werkes dar — Einwanderung und Bodenerwerb. PROBLEME DER EINWANDERUNG. Immigration war die Hauptaufgabe, die gleich nach dem letzten Kongreß vor der Exekutive stand. Der unerhörte Arbeitsmangel in Palästina machte uns Angst, und wir mußten einen Arbeiterschedule verlangen, den man im Laufe einer Unterhaltung im Colonial Office als „astronomische Zahl44 bezeichnete. Die Regierung schien nur mit Widerstreben ihre eigene Politik der Aufnahmefähigkeit zu verfolgen, und während der zweijährigen Periode nach dem Prager Kongreß lagen wir bezüglich der Einwanderung in ständigem Kampfe mit der Regierung. Die von der Regierung errechnete Aufnahmefähigkeit des Landes verdoppelte sich nahezu, und das Ergebnis unserer Vorstellungen und der sympathischen und verständnisvollen Haltung des High Commissioncrs sowie des neuen Leiters des Immigrations-Departements der Regierung war die Erhöhung der Einwanderung auf die Ziffern, die Sie alle kennen. Unser Erfolg ist aber noch kein vollständiger. Der Arbeit er man gel in Palästina hält an, und seine unheilvollen Auswirkungen machen sich bemerkbar. Die jüdische Landwirtschaft wird von jüdischen Arbeitern im Stich. gelassen. Die absolut unberechtigte Einwanderung von Arabern aus Syrien und anderen Nachbarländern hat ein beträchtliches Ausmaß erreicht, sodaß Tausende von Juden, die in Palästina, zum Segen für sich selbst und für das Land, eine Heimat hätten finden können, ferngehalten wurden. In der kürzlich abgehaltenen Diskussion im britischen Unterhaus, in

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