Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 103)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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100 Dritte Kongreß-Sitzung. Mittwoch, 21. August 1935, nachmittags. Beginn der Sitzung: 15 Uhr 45 Min. Vorsitz: Präs. d. Zion. Org. Dr. N. Sokolow. VORS. PRÄS. DR. N. SOKOLOW (spricht hebräisch): Ich eröffne die Sitzung und bitte, zunächst die neu eingelaufenen Begrüßungsschreiben zu verlesen. PRÄS.-SEKR. DR. G. HERLITZ und SEKRETÄR DER EXEKUTIVE- ISRAEL COHEN verlesen eine Reihe von Begrüßungstelegrammcn u. a. vom Waad Leumi, von der jüdischen Gemeinde TLel Aviv - Jaffa, von der jüdischen Gemeinde Haifa, der Stadt üel Aviv, der Kolonie Rischon le Zion, vom Makkabi, von der Wizo, vom Kommandanten, den Offizieren, der Mannschaft und den Passagieren des jüdischen Passagierdampfers „Har Zion", von der Föderation der australischen Zionisten, der Föderation der südafrikanischen Zionisien u. a. VORS. PRÄS. DR. N. SOKOLOW (bebräisclj): Ich erteile nunmehr Herrn Prof. Dr. Brodetsky das Wort zu seinem Referate über die politische Lage und die politischen Aufgaben. REFERAT ÜBER DIE POLITISCHE LAGE UND DIE POLITISCHEN AUFGABEN. PROF. DR. S. BRODETSKY (Mitgl. d. Exek., mit starkem BeijaU empfangen — spricht hebräisch): Die letzten Jahre haben gezeigt, daß unser Palästinawerk über das Stadium des Experiments und der Kind- - heit bereits hinaus ist. Wirtschaftlich und politisch stehen wir festverwurzelt da, als seltenes Beispiel der Gesundheit und Stabilität inmitten einer kranken und wankenden Menschheit. Aus gefahrvollen Klippen sind wir auf das offene Meer des großen Zionismus hinausgelangt, weite Horizonte, noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten liegen vor uns. Man kann es kaum mehr glauben, daß noch vor fünf» vier — ja noch vor drei Jahren Staatsmänner und Sachverständige Zweifel an der Möglichkeit einer fortgesetzten, großzügigen Entwicklung in Palästina* geäußert haben und der größte Teil unserer Energie darauf verwendet werden mußte, die Zweifel di;ser Staatsmänner zu beseitigen und die Fehlbarkeit der Sachverständigen zu beweisen. DIE VERWIRKLICHUNG DES ZIONISMUS — NICHT MEHR AN¬ ZUZWEIFELN. Der Engländer sagt: „Nichts hat so viel Erfolg wie der Erfolg." Alle Zweifel an der Möglichkeit großer Entwicklungen in Palästina sind