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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 99

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 99 (sequence 102)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Ben-Gurion 09 malen Bestimmungen nicht geeignet ist, ist es uns doch klar, daß im Augenblick das fifty-fifty-System keine reale Basis hat. Es ist kein Zufall, daß diese Basis auf dem letzten Kongreß erschüttert worden ist und die Nichtzionisten njicht mehr über die Hälfte der Mitglieder in der Exekutive verfügen. Die Zusammenarbeit mit den NichtrJonisicn kann unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur auf der G^tndla^e des stalus quo erfolgen. Der grundlegende Gedanke der erweitert n Jewish Agency, der Gedanke der Zusammenfassung und Mobilisierung des gesamten Volkes für das Aufbauwerk wurde jedoch nicht Lügen gestraft, aber diese Mobilisierung des Volkes muß unter der zionistischen Fahne erfolgen. Die Zionistische Bewegung und Organisation muß zu der Kraft werden, die alle Kräfte der Nation sammelt und vereinigt, und wenn wir Mut haben und es wollen, mit Treue und Ausdauer, wird es uns nicht an der Möglichkeit fehlen, die Zionistische Organisation selbst zu der Organisation des gesamten jüdischen Volkes zu machen. Der Zionismus steht heute vor der Aufgabe, erneute Anstrengungen zu machen, um das Volk zu erobern. Wir stehen ver großen Aufgaben. Wir stehen auch vor großen Schwierigkeiten. Je mehr sich unsere Arbeit ausdehnt, desto größerwerden die Schwierigkeiten. Es sind jedoch zwei historische Kräfte vorhanden, um all dieser Schwierigkeiten Herr zu werden; diese Kräfte sind: die furchtbare Not und der schöpferische Genius de« jüdischen Volkes (Stürmischer, sieb immer wieder erneuernder Beifall). MEIR GROSSMANN (Judenst., A.C. — spricht jüdisch zur Geschäftsordnung): Ich frage das Präsidium des Kongresses und des Aktionskomitees: Warum wurde der Beschluß des Aktionskomitees gebrochen, daß man den Kongreßsaal nicht in Parteiuniformen betreten darf? Wir sehen hier massenhaft Leute vom Poel mit roten Bändchen. Ich frage weiter: Wohin ist die blau-weiße zionistische Fahne verschwunden, von der man geredet hat? Sie ist nicht da! (Unruhe.) DR. NAH UM GOLDMANN: Ich kann darauf nur im Namen des Präsidiums des Aktionskomitees antworten. Was die erste Frage betrifft, so hat sich das Präsidium des /Aktionskomitees damit (flicht beschäftigt. Die Frage wird dem Präsidium des Kongresses vorgelegt werden, und dieses wird sich damit befassen. Zur zweiten Frage bemerke ich, daß an der Rückwand des Saales eine große blau-weiße Fahne hängt. Wenn Herr Großmann wünscht, daß auch eine an der Stirnseite des Saales hängt, so ist das wohl keine prinzipielle Angelegenheit. Es ist eine technische Frage, und der Wunsch des Herrn Großmann wird dem Büro übermittelt werden. PRÄS.-SEKR. DR. G. HERLITZ verliest darauf Ankündigungen. Schluß der Sitzung: 13 Uhr 15 Min. 7«

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